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Pentagon-Chef: Nord Stream 2 wird „wunderbaren Beziehungen” zu Deutschland nicht im Wege stehen

© REUTERS / ADNAN ABIDIUS-Verteidigungsminister Lloyd Austin
US-Verteidigungsminister Lloyd Austin - SNA, 1920, 13.04.2021
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Washington wird laut dem Pentagon-Chef Lloyd Austin nicht zulassen, dass die Fertigstellung der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland behindert.
Auf der Pressekonferenz nach den Verhandlungen mit seiner deutschen Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer am Dienstag betonte Austin die Unzufriedenheit der USA mit dem Projekt:
„Wir haben unsere Uneinigkeit mit diesem Geschäft und mit dem Einfluss, den es Russland gibt, zum Ausdruck gebracht. Wir werden jedoch nicht zulassen, dass dieses Problem den wunderbaren Beziehungen, die wir zu Deutschland haben, im Wege steht. Daher werden wir weiterhin mit Deutschland und anderen Partnern in der Region zusammenarbeiten, um unsere Allianz zu stärken und voranzukommen.“
Nord Stream 2
Die Pipeline Nord Stream 2, die Erdgas von Russland durch die Ostsee nach Deutschland transportieren soll, verläuft parallel zu der schon betriebenen Leitung Nord Stream. Nach Angaben des Projektbetreibers Nord Stream 2 AG sind bereits 2339 der insgesamt 2460 Kilometer Rohre verlegt worden. Das Projekt sei damit zu 95 Prozent fertig. Aktuell wird nur noch in den Gewässern Dänemarks und Deutschlands gebaut.
Rohrlegeschiff Fortuna, das an den Bauarbeiten im Rahmen des Projekts Nord Stream 2 teilnimmt, in Wismar (Archivbild) - SNA, 1920, 05.04.2021
Nord Stream 2: „Je näher das Bauende, desto mehr Druck aus USA“ – russischer Vize-Außenminister
Es müssten nur noch 121 Kilometer Pipeline verlegt werden, was fünf Prozent der Gesamtlänge ausmache, teilte die Nord Stream 2 AG am Donnerstag mit. Ende Januar hatte das Unternehmen bekannt gegeben, dass 120 Kilometer Rohre in den dänischen und 28 Kilometer in den deutschen Gewässern verlegt werden müssten.
Der russische Gaslieferant Gazprom hofft, dass die Pipeline noch in diesem Jahr fertiggestellt wird. Eine Schwierigkeit dabei sind die im Dezember 2019 verhängten US-Sanktionen gegen an dem Projekt beteiligte Unternehmen. Washington will den Fertigbau der Pipeline stoppen, angeblich um eine zu starke Abhängigkeit Europas von russischen Energielieferungen zu verhindern. Befürworter der Gasleitung werfen den USA dagegen vor, nur ihr teureres Flüssiggas in Europa verkaufen zu wollen.
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