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„Vorzimmerzustellung“: Paketboten lassen sich in Abwesenheit der Kunden selbst rein

CC BY-SA 3.0 / Leut / Wikimedia CommonsLogo der Österreichischen Post
Logo der Österreichischen Post - SNA, 1920, 13.04.2021
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In Österreich soll ab Juli ein Modellprojekt anlaufen, das es den Paketboten der Österreichischen Post erlaubt, sich per Smartphone selbst Zutritt zur Wohnung der Empfänger zu verschaffen, wenn diese nicht zu Hause sind.
Eine Menge Vertrauen erwartet die Österreichische Post offenbar von ihren Kunden: Geht es nach ihr, sollen Pakete demnächst direkt in die eigenen vier Wände der Kunden geliefert werden, wenn diese nicht zu Hause sind. Peter Umundum, Vorstand für Paket & Logistik bei der Österreichischen Post, will damit den „Kampf gegen den gelben Zettel“ vorantreiben, also die Zahl der Pakete reduzieren, die nicht zugestellt werden können und anschließend in teils weit entfernten Paketstellen abgeholt werden müssen.
Wie die Zeitung „Der Standard“ berichtet, soll ein smartes Türschloss von der Firma „Nuki“ es dem Paketboten ermöglichen, die Tür des nicht angetroffenen Kunden via Smartphone eigenständig zu öffnen. Für das betreffende Mobiltelefon muss der Empfänger zuvor eine Berechtigung erteilt haben. Bei dieser sogenannten „Vorzimmerzustellung“ soll das Paket in der Wohnung des Empfängers auf einer eigens dafür vorgesehenen gelben Matte abgestellt werden. An dem Projekt beteiligt ist neben „Nuki“ auch das Telekommunikationsunternehmen „A1“. Dieses bietet die Zusatzoption, dass die Paketzustellung auf Wunsch per Überwachungskamera gefilmt und entweder live über eine App oder im Nachhinein in einer Aufzeichnung verfolgt werden kann. Das soll den Kunden mehr Sicherheit bieten, wenn sie in ihrer Abwesenheit dem Paketboten Zutritt zu der eigenen Wohnung gewähren.
Peter Umundum ist zuversichtlich, dass die Kunden das Projekt gut annehmen werden, denn die Österreichische Post genieße „ein hohes Grundvertrauen in der österreichischen Bevölkerung“. Peter Pansy, Gründer und CEO von „Nuki Home Solutions“, ist ähnlich optimistisch. Die Menschen würden zunehmend den Nutzen eines smarten Türschlosses erkennen, europaweit habe „Nuki“ bereits 175.000 solche Türschlösser installiert, ohne einen einzigen sicherheitsrelevanten Vorfall verzeichnet zu haben.
Die Vorzimmerzustellung soll zunächst mit 100 Probanden, die mindestens 18 Jahre alt sind und ihren Wohnsitz in Wien, Niederösterreich oder Graz haben, von Juli bis Dezember 2021 getestet werden. Wie viel das kommerzielle Angebot im Endeffekt kosten wird, steht noch nicht fest.
Deutsche Postboten - SNA, 1920, 13.02.2021
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