Hier sind die vier gastronomischen Schlaftöter

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Schlaf (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.04.2021
Fast zwei Drittel der Deutschen schlafen sechs bis sieben Stunden täglich, verraten Statistiken. Unsere Ernährung kann aber die Qualität des Schlafs beinträchtigen, meinen Experten. SNA hat eine Liste von Lebensmitteln erstellt, denen man absolut Nein sagen sollte, um schneller einschlummern und jede Schlafminute genießen zu können.
Vier von zehn Befragten haben das Glück, nach höchstens zehn Minuten in die Umarmung Morpheus, des griechischen Gottes der Träume, zu rollen, schreibt das Portal Statista. Weniger Glück haben 44 Prozent. Sie brauchen nämlich 11 bis 30 Minuten fürs Einschlafen. Etwa jeder Siebte braucht mindestens 31 Minuten und länger.
Es ist wohl schon jedem passiert, dass der Schlaf unruhig war oder sogar zum Albtraum wurde. Laut der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) treten bei etwa fünf Prozent der Bevölkerung Albträume so häufig auf (einmal pro Woche oder häufiger), dass sie zur Belastung werden. Die Gründe für den schlechten Schlaf können neben beruflichen Belastungen gesundheitliche Probleme sein. Eine ungewöhnliche Ernährung kann sich ebenfalls störend auswirken.

Scharfes Essen

Der US-amerikanische Psychologe und Schlafexperte Dr. Michael Breus rät dazu, abends keine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, die das normale Funktionieren des Verdauungssystems beeinträchtigen könnten. Würzige Lebensmittel oder Lebensmittel, die leichte Allergien auslösen, haben oft diesen Effekt, schreibt das Portal Eatthis.

Alkohol

Alkohol setzt die Hirnaktivität herab, warnen die DGSM-Experten. Ungewohnter und übermäßiger Genuss von Alkohol vor dem Schlafengehen helfe zunächst beim Einschlafen, führe aber im weiteren Verlauf zu Schlafunterbrechungen und frühzeitigem Erwachen.
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Laut Dr. Teralyn Sell, einer Psychotherapeutin und Gehirngesundheitsexpertin aus dem US-amerikanischen Bundesstaat Wisconsin, kann Alkohol den so genannten REM-Schlaf beeinflussen. So wird eine Schlafphase bezeichnet, die unter anderem durch schnelle Augenbewegungen bei geschlossenen Lidern gekennzeichnet ist. Während des REM-Schlafes steigen Blutdruck und Puls wieder an, die in Non-REM-Schlaf-Phasen abgesenkt sind. Während acht Stunden Schlaf treten Sie normalerweise vier- bis fünfmal in den REM-Schlaf ein. Wenn Sie jedoch vor dem Schlafengehen Alkohol trinken, kann dies den REM-Schlaf während der ersten beiden Zyklen unterdrücken und dazu führen, dass Sie benommen und übermäßig schläfrig aufwachen, erklärt Sell.
Bier (Symbolbild) - SNA
Alkoholkonsum

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen empfiehlt, an mindestens zwei Tagen pro Woche keinen Alkohol zu trinken. Für Frauen werden nicht mehr als zwölf Gramm Alkohol pro Tag empfohlen, also nicht mehr als ein kleines Glas Wein (0,125 Liter). Für gesunde Männer ist das Krankheitsrisiko nachweislich erhöht, wenn sie täglich mehr als 24 Gramm Alkohol trinken, also mehr als zwei kleine Gläser Bier (0,6 Liter).

ExpandierenMinimieren

Zucker

Vor dem Einschlafen sollte man auch jegliches Essen oder Trinken mit Zucker vermeiden, so Sell. Zuckerhaltige Lebensmittel können leichte Symptome einer reaktiven Hypoglykämie verursachen, wenn der Blutzuckerspiegel innerhalb von vier Stunden nach dem Verzehr einer kohlenhydratreichen Mahlzeit sinkt. Leichte Symptome seien Hunger, Übelkeit, Nervosität und Wackelgefühl – all dies könne letztendlich die Schlafqualität beeinträchtigen.

Stimulantien

Koffein regt die Hirntätigkeit an und wirkt sich somit negativ auf den Schlaf aus. „Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee und Cola sowie verschreibungspflichtige und frei erhältliche Medikamente, die Koffein enthalten, sollten mindestens vier Stunden vor der Schlafenszeit nicht mehr eingenommen werden“, empfehlt die DGSM. Während ein mäßiger Genuss von Koffein während des Tages den Nachtschlaf gewöhnlich nicht beeinträchtige, könne ein übermäßiger und regelmäßiger Konsum zu Entzugserscheinungen und Schlafproblemen in der Nacht führen.
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Wenn man also für einen anstrengenden Tag früh aufstehen muss, sollte man einige Stunden vor dem Schlafengehen superwürzige Speisen, ein zuckerhaltiges Dessert oder ein Gläschen Wein vermeiden, um richtig ausschlafen zu können, schlussfolgern die Experten.
„Ernährung ist Gewohnheitssache, ebenso deren Folgen für den Schlaf“, so die DGSM. „In mediterranen Ländern wird oft spät in der Nacht viel gegessen, ohne dass es den Schlaf stört. Grundsätzlich gibt es somit keine Ernährungsgewohnheiten, die den Schlaf generell stören, eine ungewohnte Nahrungseinnahme (z. B. eine ungewohnte üppige Mahlzeit spät in der Nacht) kann sich aber störend auswirken.“
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