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EU-Kommissar Breton: „Sputnik V” kommt „schlicht zu spät”

© SNA / Abid MazharImpfstoff Sputnik V
Impfstoff Sputnik V - SNA, 1920, 12.04.2021
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Der EU-Kommissar für den Binnenmarkt, Thierry Breton, hat sich gegenüber dem deutschen Nachrichtenportal „Der Spiegel“ über die europäische Impfkampagne gegen das Coronavirus geäußert.
In dem Interview vom Samstag versicherte Breton, dass die Europäische Arzneimittelagentur Ema den in Russland entwickelten Impfstoff „Sputnik V“ untersuchen und korrekt bewerten werde.
„Aber eine Zulassung würde noch lange nicht bedeuten, dass die Vakzine auch in ausreichender Menge produziert werden kann.“
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Im Normalfall dauert es nach Angaben des Kommissars viele Monate, bis eine entsprechende Produktion aufgebaut und hochgefahren werden könne.
„Für unser Ziel, möglichst alle Europäer im Sommer geimpft zu haben, kommt ‚Sputnik V‘ schlicht zu spät.“
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Derzeit sind in der Europäischen Union die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca auf dem Markt. Viele EU-Länder beklagen sich aber, dass sie nicht genug Impfstoff hätten.
Der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca hinkt mit seinen Lieferungen an die EU deutlich hinterher, obwohl zwei Astrazeneca-Produktionsstätten im Vereinigten Königreich für EU-Chargen vertraglich vorgesehen sind, meldete zuvor die Nachrichtenagentur Reuters. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, seine Zusagen gegenüber der EU nicht einzuhalten, dafür aber in der EU produzierten Impfstoff bevorzugt nach Großbritannien geliefert zu haben.
Astrazeneca soll der EU mitgeteilt haben, dass es keine in Großbritannien hergestellten Vakzine exportieren dürfe, so Reuters. Im Vertrag mit der britischen Regierung stehe, dass das Land bei der Belieferung bevorzugt werde.
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Statt der ursprünglich anvisierten 120 Millionen Impfdosen sollen im ersten Quartal nur 30 Millionen kommen. Ausgeliefert wurden aber erst 17 Millionen. Im zweiten Quartal werden 70 statt 180 Millionen Dosen erwartet.
Breton hob im Gespräch mit dem „Spiegel“ hervor, dass die Verträge Großbritanniens und der EU „weitgehend identisch“ seien.

„Wir verlangen lediglich, dass Astrazeneca liefert, was uns versprochen wurde. Nicht mehr und nicht weniger.“ Ein Exportverbot schloss er dabei aus.

Österreich hatte zuvor bereits verkündet, das russische Serum einzusetzen. Die Vertragsverhandlungen für einen Einsatz des Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ seien „de facto am Ende angelangt“, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz am 10. April vor der Presse. Mit einer Million zusätzlicher Impfdosen wäre dies für die österreichische Impfkampagne ein „zusätzlicher Turbo“.
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