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Studie: Erkältung schützt vor Corona-Infektion

Erkältung (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.04.2021
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Forscher der Universität Glasgow haben nachgewiesen, dass jemand, der erkältet ist, nicht an Covid-19 erkrankt. Ein Schnupfen könnte evolutionär betrachtet dazu dienen, den Menschen vor Gefährlicherem zu schützen.
Rhinoviren sind die meistverbreiteten Erreger von Schnupfen, Husten und Halsschmerzen, also den gängigen Erkältungssymptomen. Diese aktivieren das menschliche Immunsystem so, dass es, während es mit der Bekämpfung der Erkältung beschäftigt ist, quasi keine Kapazitäten für die Abwehr weiterer Angreifer des Atemsystems hat und deshalb keine Infektion mit Coronaviren zulässt.
Dies berichten Forscher der Universität Glasgow in der renommierten Fachzeitschrift „Journal of Infectious Diseases“.

Drosten: „Absolut plausibel“

Rhinoviren sind nicht wirklich gefährlich für den Menschen, gehören aber zu den ältesten und resistentesten Viren, da sie ständig mutieren. So ist es praktisch unmöglich, immun gegen Rhinoviren zu werden. Das heißt, man kann immer wieder im Leben an ihnen erkranken. Die Viren befallen – genau wie das Sars-Cov-2-Virus in der Anfangsphase – vor allem die Schleimhäute der oberen Atemwege. Die Forscher der Universität Glasgow zeigten nun in Experimenten, dass sich die Coronaviren kaum ausbreiten konnten, wenn die Schleimhautzellen mit Rhinoviren infiziert waren.
Auch der Virologe Christian Drosten sagte auf die Studie angesprochen in seinem NDR-Podcast „Coronavirus Update“.

„Für mich ist absolut plausibel, dass jemand, der einen laufenden Schnupfen hat, im Moment sich eher keine Sars-Cov-2-Infektion holt.“

Der Berliner Virologe Christian Drosten  - SNA
Christian Drosten
Virologe

Erkältungssymptome können auch Corona bedeuten

Allerdings scheint der Schutz vor Infektion mit Sars-Cov-2 nur anzuhalten, solange das Immunsystem mit der Erkältung beschäftigt ist. Auch sollte man bei Erkältungssymptomen trotzdem auf Sars-Cov-2 testen, da die Symptome von Covid-19 in der Anfangsphase oft denen einer Erkältung ähneln.
Die Forscher vermuten aufgrund mathematischer Modelle: Je mehr Erkältungsviren gerade im Umlauf sind, desto stärker werden die Coronaviren ausgebremst. Zieht man dazu den Fakt in Betracht, dass die Erkältung praktisch schon ewig zum Menschen gehört, könnte hierin sogar ein evolutionärer Sinn liegen, dass ein einfacher Schnupfen den Menschen vor gefährlicheren Viren schützt.
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