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Nach Zwischenfall in Atomanlage: Teheran spricht von „nuklearem Terrorismus“

© AFP 2021 / JOE KLAMARDie iranische Nationalflagge ist vor dem Hauptsitz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien zu sehen,1. März 2021
Die iranische Nationalflagge ist vor dem Hauptsitz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien zu sehen,1. März 2021  - SNA, 1920, 11.04.2021
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Ali Akbar Salehi, der Chef der iranischen Atomorganisation AEOI, hat sich nach einem Zwischenfall in der Atomanlage in Natans dazu geäußert und dabei von einem „nuklearen Terrorismus“ gesprochen.
„Der Iran verurteilt diese verabscheuungswürdige Aktion und betont die Notwendigkeit, dass die internationale Gemeinschaft und die Internationale Atomenergiebehörde sich mit diesem nuklearen Terrorismus befassen“, zitiert die staatliche Agentur IRNA Ali Akbar Salehi. Teheran würde sich das Recht vorbehalten, gegen Täter vorzugehen, fügte er hinzu.
Die Versuche von Gegnern des industriellen und politischen Fortschritts, die Entwicklung der Atomindustrie des Landes zu verhindern, wären gescheitert, hieß es weiter. Auch diejenigen, die die Verhandlungen über die Aufhebung der gegen den Iran verhängten Sanktionen unterwandern wollten, hätten versagt.
In der iranischen Atomanlage Natans ist es nach Angaben der staatlichen Atomorganisation AEOI in der Nacht zum Sonntag zu einem Zwischenfall gekommen. Es gebe keine Verletzten, und es seien keine Schadstoffe freigesetzt worden, meldeten Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde, Behrouz Kamalvandi. Die Ursache des Zwischenfalls werde untersucht. Kamalvandi sprach demnach von einem „Zwischenfall in einem Teil des Stromverteilnetzes“ der Urananreicherungsanlage. Der Vorfall ereignete sich einen Tag nachdem der Iran zur Beschleunigung der Urananreicherung in Natans neue Zentrifugen in Betrieb genommen hatte.

Atomdeal mit Teheran

Im Juli 2015 hatten der Iran und die internationale Sechsergruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) den sogenannten Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) vereinbart.
Der Iran verpflichtete sich, sein Atomprogramm herunterzufahren, im Gegenzug sollten die Wirtschaftssanktionen der Uno, der USA und der EU aufgehoben werden.
Irans Präsident Hassan Rohani (Archivbild) - SNA, 1920, 11.04.2021
Iran: Präsident Rohani von Hardlinern im Parlament angezeigt
Das Abkommen sah unter anderem vor, dass das Waffenembargo gegen den Iran innerhalb von fünf Jahren aufgehoben werden soll. Waffenlieferungen seien früher möglich, allerdings nur mit Genehmigung des UN-Sicherheitsrates. Am 8. Mai 2018 stiegen die USA jedoch einseitig aus dem Deal aus und verhängten schärfere Sanktionen gegen Teheran.
Ein Jahr später kündigte der Iran an, seine JCPOA-Verpflichtungen stufenweise reduzieren zu wollen. Das Parlament in Teheran verabschiedete die sogenannte „Strategische Maßnahme zur Aufhebung von Sanktionen“, die die Intensivierung der nuklearen Aktivitäten ermöglichte. Im Einklang mit dem Dokument hat der Iran die Urananreicherung bereits von den im JCPOA vorgesehenen 3,67 Prozent auf 20 Prozent erhöht. Zudem wurden die Möglichkeiten der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Inspektionen durchzuführen, seit dem 23. Februar eingeschränkt.
In einer vom Staatsfernsehen übertragenen virtuellen Zeremonie am Samstag weihte Präsident Hassan Rohani die Kaskaden von 164 IR-6- und 30 IR-5-Zentrifugen in der Urananreicherungsanlage Natans im Zentrum des Landes offiziell ein.
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