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Wohnen auf dem Land oder in der Stadt? Senioren ziehen ersteres vor – Umfrage

Oma (symbolbild) - SNA, 1920, 11.04.2021
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Viele ältere Menschen ziehen das Leben auf dem Land der Stadt vor, ergab eine Umfrage des Marktforschers YouGov unter Senioren ab 60 Jahren. Demnach ziehen nur 22 Prozent eine Lage direkt in der Stadt vor. Fast der Hälfte der Befragten (46 Prozent) ist dagegen ein ländliches Umfeld wichtig. Alle Befragten lebten in eigenen Häusern oder Wohnungen.
Erwünscht sind laut der Studie, die im Auftrag des Finanzdienstleisters Deutsche Teilkauf durchgeführt wurde, kurze Wege zu Supermärkten und Ärzten (73 Prozent) und viel Grün (71 Prozent), gefolgt von guten Kontakten zu Nachbarn (61 Prozent) sowie viel Ruhe (57 Prozent). Eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist dagegen nur einem Drittel der Befragten wichtig (36 Prozent).

Städte werden jünger – ländliche Regionen altern

„Deutlich wird, dass Menschen im Rentenalter nicht so sehr das städtische Leben suchen“, sagte André Dölker, Geschäftsführer der Deutschen Teilkauf.
Auch eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) von 2019 zeigt, dass es ältere Menschen entgegen der Binnenwanderung selten in die Stadt zieht. Demnach ziehen junge Erwachsene in Städte, um Ausbildung, Studium oder Job zu bekommen. Ländliche Regionen hingegen altern. Ähnliche Informationen eruierte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in einer früheren Analyse. Demnach verlagern vor allem junge Leute zwischen 18 und 29 Jahren ihren Wohnort in die Städte. Ältere Personen zieht es tendenziell in ländliche Räume.
Japanerin Tanaka Kane - SNA, 1920, 02.01.2021
Ältester Mensch der Welt feiert 118. Geburtstag
Die Umzugsbereitschaft vieler Senioren ist laut der neuen YouGov-Studie gering. So wollen gut drei Viertel der Befragten (76 Prozent) auf jeden Fall in ihrem Eigentum wohnen bleiben. 15 Prozent bevorzugen Eigentum, könnten sich aber auch Mieten vorstellen. Von den Senioren gaben 78 Prozent an, in einem selbst genutzten Haus zu wohnen.

Altersheim? Nein, danke

Den Wunsch, im Eigentum zu leben, begründeten 76 Prozent mit Selbstbestimmung. Weitere wichtige Gründe sind finanzielle Freiheit und Sicherheit. 91 Prozent der Befragten gaben an, so lange wie möglich in ihrer Immobilie wohnen zu wollen. In einem Senioren- oder Pflegeheim will dagegen kaum jemand leben (drei Prozent).
„Senioren fühlen sich mit ihrem Wohneigentum emotional verbunden. Das eigene Haus ist weniger eine Wertanlage, allenfalls ist das Thema finanzielle Sicherheit interessant“, so die Studie.
Für die Erhebung wurden von YouGov online im Zeitraum von 9. bis 15. März 1022 Senioren über 60 Jahren mit Wohneigentum befragt.
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