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Umfrage: Über ein Viertel deutscher Bürger für pandemiebedingte Steuererhöhungen

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Geld (Symbolbild) - SNA, 1920, 11.04.2021
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Das Meinungsforschungsinstitut Civey hat die Haltung deutscher Staatsbürger gegenüber Steuersenkungen und Steuererhöhungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise recherchiert, meldet am Sonntag die Nachrichtenagentur DPA.
Im Zeitraum vom 6. bis 8. April wurde demzufolge 5004 Bundesbürgern die Frage gestellt, ob eher Steuersenkungen oder Steuererhöhungen nötig seien, um nach der Corona-Pandemie solide Staatsfinanzen zu erreichen. Die repräsentative Umfrage wurde im Auftrag der FDP-Fraktion im Bundestag durchgeführt.
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Etwas mehr als jeder zweite Studienteilnehmer hält Steuersenkungen für den richtigen Weg, durch die die Wirtschaft angekurbelt werden soll, so die Agentur. Mehr als jeder vierte Bundesbürger hält hingegen Steuererhöhungen für nötig, um nach der Corona-Krise wieder solide Staatsfinanzen zu erreichen.
Während Rentner und Studenten eher auf Steuererhöhungen setzen, plädieren Selbstständige und Arbeitslose laut der DPA eher für Senkungen.
Der Bund hat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zuletzt Rekordschulden aufgenommen – zur Rettung von Firmen und Arbeitsplätzen, für ein Konjunkturprogramm mit niedrigerer Mehrwertsteuer, zur Unterstützung des Gesundheitswesens und für den Kauf von Impfstoffen. Im vergangenen Jahr waren deshalb neue Kredite über 130,5 Milliarden Euro nötig, für das laufende Jahr plant Finanzminister Olaf Scholz mit mehr als 240 Milliarden Euro Schulden.
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Darum, wie der Bund nach der Krise von diesem Schuldenberg herunterkommen sollte, wird politisch gerungen. Scholz setzt vor allem auf Wirtschaftswachstum und höhere Steuern für Menschen mit den größten Vermögen. Die FDP und Teile der Union fordern dagegen niedrigere Steuern für Unternehmen.

FDP: „Steuererhöhungsfantasien sind jetzt völlig fehl am Platze“

Das nötige Wachstum, um aus der wirtschaftlichen Krise herauszukommen, gebe es nur durch eine Entlastung von Bürgern und Unternehmen, zitiert die DPA den FDP-Fraktionsvize Christian Dürr.
„Steuererhöhungsfantasien sind jetzt völlig fehl am Platze und würden auch den letzten Unternehmen die Luft zum Atmen nehmen.“
Aus Dürrs Sicht sollten drohende Firmen-Insolvenzen bei der Bundesregierung die Alarmglocken läuten lassen.
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