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Große Mehrheit der Befragten in Österreich unterstützt Liberalisierung der Sterbehilfe

© CC0 / Parentingupstream / PixabayKrankenhauspatientin (Symbolbild)
Krankenhauspatientin (Symbolbild) - SNA, 1920, 11.04.2021
Krankenhauspatientin (Symbolbild)
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Das Meinungsforschungsinstitut INTEGRAL hat laut einer Mitteilung vom Sonntag im Auftrag der Österreichischen Gesellschaft für ein humanes Lebensende (ÖGHL) 1000 Österreicher im Alter zwischen 16 und 69 Jahren über ihre Einstellung zur Sterbehilfe befragt.
Acht von zehn Studieteilnehmern finden demzufolge das jüngste Urteil des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) zum assistierten Suizid gut, wonach das Verbot der „Hilfe bei der Selbsttötung“ gegen das Selbstbestimmungsrecht verstößt und damit verfassungswidrig ist. So ist Sterbehilfe in Österreich ab dem 1. Januar 2022 grundsätzlich erlaubt. Tötung auf Verlangen bleibt dagegen weiterhin strafbar.
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Bei den Ergebnissen handelt es sich laut ÖGHL um eine „klare Zustimmung“, die über das ganze Bundesgebiet in allen Bildungs-, Einkommensschichten und Altersgruppen annähernd gleich hoch ist.
Außerdem wünschen sich ein Drittel (32 Prozent) der Befragten die rechtliche Möglichkeit, eine Vorab-Sterbeverfügung anzuordnen, insbesondere für den Fall von Krankheiten wie Demenz und Alzheimer, hieß es. Rund ein Viertel (23 Prozent) meint, dass auch aktive Sterbehilfe erlaubt sein sollte.
Eine Mehrheit von 53 Prozent verlangt, dass das Parlament jetzt ein neues Gesetz verabschieden sollte, welches das Recht auf Sterbehilfe stärkt. In Wien sind es sogar 63 Prozent.
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Nur neun Prozent der Rechercheteilnehmer möchten noch gerne am alten Verbot der Sterbehilfe (aus dem Jahre 1934) festhalten. Eine Minderheit von elf Prozent wünscht sich ein neues Gesetz, das Sterbehilfe wieder erschwert – auch auf die Gefahr hin, dass auch dieses Gesetz wieder als verfassungswidrig erkannt und aufgehoben werden würde.
Fast jede zweite befragte Person (47 Prozent) kann sich vorstellen, einmal selbst Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Am wenigsten vorstellbar ist das für die Gruppe der unter 30-Jährigen. Allerdings sprechen sich auch diese Menschen zu 40 Prozent für die Möglichkeit der Sterbehilfe in ihrem späteren Leben aus.
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Aus der Sicht von Wolfgang Obermüller, Politiksprecher der ÖGHL, müssen nun die Politiker handeln.
„Es geht jetzt nicht mehr um Pro und Contra, sondern darum, wie die Politik diesem Wunsch schnellstmöglich entspricht“, sagte er laut dem Statement.
Er forderte, dass Sterbehilfe ab 2022 für alle Betroffenen möglich werde – ohne Hürden und ohne Bevormundung.
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