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Niemals vergessen: Neue Dokumente über Konzentrationslager veröffentlicht

© SNA / Alexej WitwizkijBesucher im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau (Archivbild)
Besucher im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau (Archivbild) - SNA, 1920, 11.04.2021
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Zum 11. April, dem Internationalen Tag der Befreiung der Gefangenen der Konzentrationslager, hat das russische Verteidigungsministerium einzigartige Geheimdokumente veröffentlicht.Auf der Webseite der Militärbehörde wurde der Sonderbereich „Niemals vergessen“ erstellt.
Neue Archivmaterialien sind dokumentierte Beweise für die Gräueltaten und Massenvernichtung der Bevölkerung durch die Nazis in den besetzten Gebieten der Sowjetunion und osteuropäischer Länder: Massaker an Russen, Ukrainern, Weißrussen, Polen, österreichischen Slowenen, Bulgaren und Vertretern anderer Nationalitäten.
Es wurde eine Ermittlung der Militärstaatsanwaltschaft der 65. Armee über die Gräueltaten der deutschen Nazis in den Vernichtungslagern beim Dorf Treblinka in der Warschauer Woiwodschaft veröffentlicht.Das Dokument wurde im September 1944 unmittelbar nach der Befreiung der Vernichtungslager durch die Truppen der Ersten Weißrussischen Front erstellt.Der Ermittlung zufolge wurden dort 1941 und 1942 zwei Lager errichtet: das Arbeitslager und das Todeslager.
„Jeden Tag kamen drei oder vier Staffeln mit jeweils sechs- bis achttausend Menschen im Lager an.Die Staffeln kamen aus verschiedenen besetzten europäischen Ländern: Regionen der UdSSR, der Tschechoslowakei, Österreich, Bulgarien, Griechenland, Polen sowie Deutschland“, heißt es in dem Dokument.
Die Ermittlung ergab, dass von Juli 1942 bis August 1943 etwa drei Millionen Menschen aus verschiedenen Ländern des besetzten Europas in dieses Vernichtungslager gebracht wurden. „Es gab hier Säuglinge und alte Leute, auch viele Frauen“, bezeugen die Dokumente. In vielen Fällen wurde den Menschen vor der Abfahrt mitgeteilt, dass sie angeblich in die Ukraine ziehen werden, wo sie mit Wohnraum, Boden und Arbeit versorgt werden. Daher nahmen die Leute mehr Sachen und alle persönlichen Wertgegenstände mit. Bei der Ankunft wurde alles beschlagnahmt.
Eine veröffentlichte Untersuchung der Militärstaatsanwaltschaft der Ersten Weißrussischen Front zeugt von der grausamen Behandlung sowjetischer Kriegsgefangener und Zivilisten durch die Nazis in Lagern in der Nähe des Dorfes Suchozebry in der Woiwodschaft Warschau.Bis Ende 1941 erreichte die Zahl der Gefangenen in den Lagern 120.000.Siestarben hier in großer Zahl.Die Dorfbewohner bezeugten, dass jeden Tag bis zu 35 Wagen mit Leichen aus dem Lager gebracht wurden.„Die Hauptmethode zur Ausrottung von Gefangenen war der Hunger“, heißt es in den Dokumenten.
In einem veröffentlichten Bericht vom 20. Juli 1944 wird über die Verbrechen der Nazis in einem Kinderlager im Dorf Skobrowka in der Region Minsk (Weißrussland) berichtet, in dem sich von Mai bis Juli 1944 etwa 2000 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren befanden. Das Dokument liefert Beweise dafür, dass die Kinder zur Schädlingstätigkeit vorbereitet wurden. Es wurde ihnen auch Blut abgenommen – für die verwundeten Offiziere der Wehrmacht. Laut der zitierten Meinung der Lagerärzte hatte russisches Blut Immunität gegen Typhus.
Die auf der Webseite der russischen Militärbehörde veröffentlichten Informationen unterliegen einer Altersbeschränkung und werden Personen unter 18 Jahren nicht empfohlen, warnen Mitarbeiter des russischen Militärfonds.
Als Konzentrationslager (KZ) bezeichnet man seit der Zeit des Nationalsozialismus Arbeits- und Vernichtungslager des NS-Regimes. Sie dienten der Ermordung von Millionen Menschen, der Beseitigung politischer Gegner, der Ausbeutung durch Zwangsarbeit, medizinischen Menschenversuchen und der Internierung von Kriegsgefangenen. Die Konzentrationslager wurden in Deutschland und in den während des Zweiten Weltkrieges besetzten Gebieten errichtet.Zum ersten Mal wurden die Gräueltaten der Nazis bei den Nürnberger Prozessen weithin bekannt, wo sie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vor Gericht gestellt wurden.
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