Nasa verschiebt geplanten Hubschrauberflug über Mars

© NASA . JPL-CaltechKonzeptbild vom Mars-Rover „Perseverance“ mit dem Mini-Hubschrauber „Ingenuity“
Konzeptbild vom Mars-Rover „Perseverance“ mit dem Mini-Hubschrauber „Ingenuity“ - SNA, 1920, 11.04.2021
Die US-Weltraumbehörde Nasa hat den Flug des Mars-Helikopters „Ingenuity“ (auf Deutsch: Einfallsreichtum) über dem Roten Planeten verschoben. Das ist einer Mitteilung auf der offiziellen Webseite der Agentur zu entnehmen.
Die Entscheidung über die Verschiebung wurde demnach wegen technischer Probleme getroffen. Ein Hochgeschwindigkeitstest der Rotoren sei am Freitag wegen Problemen, den Flugcomputer in den Flugmodus zu bekommen, abgebrochen worden.
„Der Hubschrauber ist wohlbehalten und ungefährdet und hat seine kompletten Telemetrie-Daten der Erde übermittelt“, hieß es von der Nasa.
Ursprünglich war der Start für diesen Sonntag anberaumt. Damit sollte zum ersten Mal ein Fluggerät in die Mars-Atmosphäre abheben und dort eine Zeitlang schweben. Nun teilte die Behörde mit, „Ingenuity“ starte frühestens am 14. April.
Der rund 1,8 Kilogramm leichte Helikopter soll in seinem ersten Testflug auf eine Höhe von etwa drei Metern steigen, dort für dreißig Sekunden auf der Stelle schweben und dann wieder auf der Oberfläche des Mars landen. Es wäre der erste Flug eines Luftfahrzeugs auf einem anderen Planeten. Rund einen Monat lang könnte der mit Lithium-Ionen-Akkus betriebene „Ingenuity“ weitere Flugversuche starten.
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Der Zwerg-Hubschrauber muss dabei extremen Bedingungen trotzen: Auf dem Mars ist es nachts bis zu minus 90 Grad Celsius kalt, zudem ist die Anziehungskraft des Planeten geringer und die Atmosphäre wesentlich dünner. Der Mini-Helikopter hatte an Bord des Rovers „Perseverance“ (Ausdauer) Ende Februar – nach 203 Flugtagen und 472 Millionen zurückgelegten Kilometern – mit einem riskanten Manöver in einem ausgetrockneten Mars-See namens „Jezero Crater“ aufgesetzt. Diesen See mit einem Durchmesser von etwa 45 Kilometern soll die „Perseverance“-Sonde in den kommenden zwei Jahren untersuchen.
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