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Halbjährige Festsetzung in Italien beendet: Seenotrettungsschiff „Alan Kurdi“ wieder frei

© Foto : Sea-EyeSchiff „Alan Kurdi“ (Archiv)
Schiff „Alan Kurdi“ (Archiv) - SNA, 1920, 11.04.2021
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Das deutsche Hilfsschiff „Alan Kurdi“ darf nach rund sechs Monaten Blockade in Italien vorläufig wieder in See stechen, gab die Betreiberorganisation Sea-Eye am Sonntag auf ihrer offiziellen Webseite bekannt.
Über die Festsetzung der „Alan Kurdi“ durch die italienische Küstenwache vom 9. Oktober 2020 wurde demnach am Mittwochmorgen vor dem regionalen Verwaltungsgericht von Sardinien in Cagliari verhandelt. Am Freitag habe das Gericht in einer Eilentscheidung festgelegt, dass das Schiff nicht länger von den Behörden festgehalten werden und zu Wartungen nach Spanien fahren dürfe.
Matteo Salvini in einer Parlamentssitzung - SNA, 1920, 10.04.2021
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Die Entscheidung wurde laut dem Statement damit begründet, dass Sea-Eye „schwere finanzielle Schäden durch die Festsetzung“ des Schiffes erleide und dass auch „weitere Schäden komplexer Art“ entstehen können, wenn dem Betreiber nicht gestattet werde, das Schiff rechtzeitig zu seiner zweijährigen Inspektion und geplanten Wartungen nach Spanien zu überführen.
„Der Verhandlungstermin in der Hauptsache, wo über die Rechtmäßigkeit der Festsetzung entschieden wird, wurde auf den 3. November 2021 gelegt“, hieß es.
Die Küstenwache hatte die „Alan Kurdi“ nach mehreren Einsätzen zur Rettung von Bootsmigranten in Olbia auf Sardinien gestoppt. Sea-Eye interpretiert dies als Teil einer Strategie der italienischen Behörden. Diese wollten die zivile Seenotrettung von Migranten im Mittelmeer ausbremsen, so die Organisation mit Sitz in Regensburg in Bayern.
Veranstaltung von Amnesty International (Archivbild) - SNA, 1920, 07.04.2021
Jahresbericht 2020: Amnesty International beklagt Verschlechterung der Menschenrechtslage
Italien hat schon mehrfach verschiedene private Schiffe in Häfen kontrolliert und wegen angeblicher Sicherheitsmängel länger gestoppt.
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