Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nach „Diktator“-Aussagen des Premiers: Türkei legt Kauf italienischer Hubschrauber auf Eis

© CC0 / Engin_Akyurt / PixabayTürkische Flagge, Symbolbild
Türkische Flagge, Symbolbild - SNA, 1920, 11.04.2021
Abonnieren
Die Türkei hat das Geschäft zum Kauf von Hubschraubern des italienischen Herstellers Leonardo im Wert von 70 Millionen Euro nach einem diplomatischen Skandal zwischen den beiden Ländern auf Eis gelegt. Darüber schreiben am Sonntag die Zeitungen „La Repubblica“ und „Il Fatto Quotidiano“.
Am Donnerstag hatte Italiens Ministerpräsident Mario Draghi den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan als „Diktator“ bezeichnet, aber zugleich auf die Notwendigkeit einer Kooperation mit ihm verwiesen. Draghi sagte ferner, er teile nicht das ungebührende Verhalten Erdogans gegenüber der Chefin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen.
Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu nannte Draghis Äußerungen hinsichtlich des türkischen Präsidenten eine unannehmbare und populistische Rhetorik. Laut dem türkischen Außenministerium wurde der italienische Botschafter einbestellt.
Ex-EZB-Chef Mario Draghi, künftiger Ministerpräsident Italiens. Rom, 12. Februar 2021 - SNA, 1920, 08.04.2021
Reaktion auf von der Leyens Besuch: Italiens Regierungschef Draghi bezeichnet Erdogan als „Diktator“
Wie die Zeitungen weiter schreiben, fordern die türkischen Behörden offizielle Entschuldigungen von der italienischen Regierung und wollen sich dabei nicht mit Erläuterungen über diplomatische Kanäle zufrieden geben. „Antworten aus Rom bleiben noch aus, die Behörden der Türkei haben damit begonnen, Drohsignale zu senden“, schreibt „La Repubblica“.
So wurde jetzt der Deal zum Kauf von Trainings-Hubschraubern im Wert von 70 Millionen Euro auf Eis gelegt. Der Vertrag sollte in den nächsten Tagen unterzeichnet werden. Gleichzeitig wurden Warnungen an drei weitere italienische Unternehmen geschickt, darunter das Großunternehmen Ansaldo Energia, das Wasserkraftwerke in der Türkei baut.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала