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Dritte Pandemie-Welle: Berliner Charité warnt vor „kritischer Situation“

© SNA / Alexej WitwizkijCharité Berlin (Archivbild)
Charité Berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 10.04.2021
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Mit großer Sorge betrachtet die Berliner Charité die Entwicklungen in der dritten Pandemie-Welle. Laut Vorstandsmitglied Martin Kreis gibt es deutlich mehr Neuzugänge auf den Intensivstationen von Deutschlands größter Uniklinik. Bei Teilen der Belegschaft seien Anzeichen von Erschöpfung erkennbar.
„Wenn die Anzahl schwer kranker Covid-Patienten die zweite Welle übertrifft, kommen wir in eine kritische Situation“, sagte Martin Kreis, Vorstand für die Krankenversorgung der Charité, laut der Deutschen Presse-Agentur.
Nach seinen Worten war an der Charité bereits Anfang dieses Jahres durch die hohe Zahl an schweren Covid-Fällen auf Intensivstationen eine absolute Grenzbelastung erreicht gewesen.
Corona-Test (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.04.2021
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Die Klinik habe im Januar nicht alle Patienten aus bereits überlasteten Kliniken anderer Bundesländern aufnehmen können. „Wir werden weiter alles daran setzen, Patienten aus der Region auch in Berlin zu versorgen“, betonte Kreis.

„Der Trend ist eindeutig“

In den vergangenen beiden Wochen sei die Zahl der Neuzugänge auf den Intensivstationen der Charité deutlich gestiegen, sagte Kreis. Besonders betroffen sei nun die Altersgruppe zwischen 30 und 60, die bislang wenig Chancen auf Impfungen hatte.
„Der Trend ist eindeutig, und er zwingt uns, zu reagieren“, ergänzte das Vorstandsmitglied. So sei eine Reserve-Intensivstation wieder vollständig geöffnet worden. Darüber hinaus wurden planbare Operationen, die aufgeschoben werden können, abgesagt.
Das Charité-Personal sei bereits zu einem großen Teil geimpft, deshalb gebe es an den Kliniken nun weniger Sorgen, dass Mitarbeiter wegen eigener Infektionen oder Quarantäne fehlten, sagte Kreis. Es gebe aber bei Teilen der Belegschaft auch Anzeichen von Erschöpfung und Trauer über die Corona-Toten. An der Charité ist bisher rund ein Drittel der beatmeten Covid-Patienten gestorben.
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