Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nachtnews: Iran gibt südkoreanischen Tanker frei, Günther Jauch wird „Impfluencer“

© CC0 / Free-PhotosWas in der Nacht geschah
Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 09.04.2021
Abonnieren
Roland Koch kritisiert Corona-Management; Iran gibt festgesetztes südkoreanisches Schiff frei; Günther Jauch wird „Impfluencer“; Starker Rückgang von Sozialwohnungen im Osten; Thomas Bareiß (CDU) weist Kritik von Tesla zurück.
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

Roland Koch kritisiert Corona-Management

Hessens früherer Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat in einem Gastbeitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ das Krisenmanagement von Bund und Ländern scharf kritisiert und sich gegen weitere Lockdown-Maßnahmen ausgesprochen.
„Individuelle Freiheit, das Recht auf wirtschaftliche Betätigung, das Recht auf Bildung und soziale Inklusion und auch das Recht zu reisen“ hätten in der Verfassungsordnung einen Rang, der es verbiete, sie dauerhaft „einem Krisenregime des Stillstands und der allumfassenden Zwangsbewirtschaftung zu unterwerfen“, sagte der Politiker. „Der Lockdown in Serie ist eben irgendwann verfassungswidrig, selbst wenn man ihn per Gesetz beschließt.“
Pfizer-BioNTech - SNA, 1920, 08.04.2021
Sprunghafter Anstieg bei Corona-Impfungen in Deutschland

Iran gibt festgesetztes südkoreanisches Schiff frei

Laut Angaben der südkoreanischen Regierung hat der Iran drei Monate nach seiner Festsetzung im Persischen Golf den südkoreanischen Tanker „Hankuk Chemi“ freigegeben. Auch der Kapitän des Chemikalien- und Ölprodukte-Tankers sei wieder auf freiem Fuß und das Schiff „heute sicher abgefahren“, teilte Südkoreas Außenministerium mit. Wegen Meeresverschmutzung war der Tanker von den iranischen Revolutionsgarden im Januar festgesetzt worden. Der Vorfall hatte zu einer diplomatischen Krise zwischen Iran und Südkorea geführt.

Günther Jauch wird „Impfluencer“

Laut Bundesregierung wird Günter Jauch (64) Teil der prominent besetzten Kampagne, mit der die Bundesregierung für die Corona-Impfung werben will. Ab nächster Woche werden darin neben dem TV-Quizmaster auch Uschi Glas und Sepp Maier zu sehen sein. #ÄmelHoch heißt die Kampagne, in der Normalbürger, aber auch prominente „Impfluencer“ ihre persönliche Motivation nennen, sich vakzinieren zu lassen. Mit den 64 bis 77 Jahre alten Prominenten richtet sich die Kampagne in erster Linie an Ältere. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov liegt die Impfbereitschaft unter Erwachsenen in Deutschland derzeit bei etwa 65 Prozent.

Starker Rückgang von Sozialwohnungen im Osten

Innerhalb der letzten vier Jahre ist die Zahl der Sozialwohnungen in den neuen Bundesländern um knapp 43 Prozent zurückgegangen. Trotz Fertigstellung neuer Sozialwohnungen ging der Bestand zwischen Ende 2015 und Ende 2019 von 102.116 auf nur noch 58.604 Sozialwohnungen zurück. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der stellvertretenden Vorsitzenden der Linksfraktion, Caren Lay, hervor. Mit über 70 Prozent verzeichnete Sachsen-Anhalt den stärksten Rückgang.
„Längst ist der Mietwahnsinn auch in Ostdeutschland angekommen“, so Lay. Sie fordert, dass die Mittel für den sozialen Wohnungsbau erheblich aufgestockt werden.

Thomas Bareiß (CDU) weist Kritik von Tesla zurück

Der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hat die Kritik des Elektrobauers Tesla an dem aus Sicht des US-Unternehmens viel zu langwierigen Genehmigungsverfahren für sein Werk in Grünheide zurückgewiesen. „Ich kenne derzeit kein anderes Projekt, für das auf allen Ebenen so viel getan wurde, um eine schnelle Realisierung zu gewährleisten, wie für das Vorhaben Tesla“, sagte Bareiß dem „Handelsblatt“. Was die Sache kompliziert mache, sei ein schwer lösbarer Interessenkonflikt zwischen Artenschutz, Umweltschutz und Klimaschutz. Politik und Genehmigungsebene müssten immer mehr zwischen „dem Schutz des Lebensraums der Fledermaus oder der Eidechse und andererseits der Einhaltung unserer hohen Klimaschutzziele“ abwägen und Prioritäten setzen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.
Tesla baut sein erstes europäisches Werk in Grünheide in Brandenburg  - SNA, 1920, 08.04.2021
Tesla kritisiert Genehmigungsverfahren und unterstützt Klage der Umwelthilfe
Nach 16 Monaten gibt es noch immer keinen Zeitplan für eine endgültige Genehmigung des Baus der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin.
Tesla hatte sich in einem Verfahren der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg geäußert. Die DUH möchte die Bundesregierung über ein Gerichtsurteil zwingen, ein Programm aufzustellen, um das Klimaschutzziel 2030 zu erreichen. Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch nannte Teslas Brief „segensreich“, weil er Schwung in die Diskussion bringe, wie man die Überbürokratisierung zurückfahren könne, ohne die Mitwirkungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft zu schleifen.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала