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Fall George Floyd: Medizinische Experten nennen Sauerstoffmangel als Todesursache

© REUTERS / JANE ROSENBERGDer Pulmonologe Dr. Martin Tobin wird bei einer Gerichtssitzung im FAll GEorge Floyd verhört (Die skizze wurde im Gerichtssaal gemacht).
Der Pulmonologe Dr. Martin Tobin wird bei einer Gerichtssitzung im FAll GEorge Floyd verhört (Die skizze wurde  im Gerichtssaal gemacht).  - SNA, 1920, 09.04.2021
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Der Tod des Afroamerikaners George Floyd, der nach einer gewaltsamen Festnahme Ende Mai 2020 gestorben war, ist laut zwei verhörten medizinischen Experten durch Sauerstoffmangel verursacht worden. Dies berichtet der TV-Sender CBS.
Demnach teilte Dr. Martin Tobin, der sich auf Pulmonologie und Intensivmedizin spezialisiert, am Donnerstag mit, der Sauerstoffmangel habe das Gehirn des Opfers beschädigt und dessen Herz zum Stillstand gebracht. Die Aussage erfolgte im Zuge des Gerichtsprozesses gegen den ehemaligen Polizisten Derek Chauvin, dem Floyds Tötung zur Last gelegt wird.
Floyds „oberflächliche Atmungen waren nicht in der Lage, Luft durch seine Lunge zu bringen, hinunter zu den essentiellen Bereichen der Lunge, die Sauerstoff ins Blut transportieren und das Kohlendioxid abgeben“.
Das Gewicht der Beamten, die Floyds linkes Handgelenk in seine Brust gedrückt hätten, und das Knie eines Beamten auf seiner linken Seite, zusätzlich zu dem Druck von der Straße auf der anderen Seite von Floyds Körper, hätten wie ein „Schraubstock“ gewirkt und seine linke Lunge daran gehindert, sich auszudehnen. Floyd habe versucht, mit seiner rechten Hand die rechte Seite seines Körpers anzuheben, um auf der rechten Seite Luft zu holen, so Tobin.
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Chauvins Knie auf Floyds Hals habe auf Floyds Hypopharynx, den untersten Teil des Rachens, so starken Druck ausgeübt, dass die Atmung des Betroffenen weiter beeinträchtigt worden sei. Zudem habe Chauvin sein Knie für drei Minuten und 27 Sekunden gegen Floyds Hals gehalten, nachdem der Afroamerikaner seinen letzten Atemzug getan hatte, so Tobin weiter.
Die Behauptung der Verteidigung, dass Floyds ursprüngliche Herzerkrankung und die Einnahme von Fentanyl zu seinem Tod beigetragen haben sollen, habe der Experte zurückgewiesen:
„Eine gesunde Person, die dem ausgesetzt wäre, was Mr. Floyd erlebt hat, wäre an den Folgen der Einwirkung gestorben“, äußerte er.
Eine ähnliche Meinung habe später auch der Notfall- und Gerichtsmediziner Dr. Bill Smock zum Ausdruck gebracht, indem er gesagt habe, Floyd sei nicht an einer Drogenüberdosis gestorben, sondern, weil er „keine Luft mehr in seinem Körper hatte“.
Chauvin, der sein Knie mehr als neun Minuten lang auf Floyds Hals gedrückt haben soll, wird wegen Mordes zweiten Grades, Mordes dritten Grades und Totschlags zweiten Grades angeklagt. Die anderen drei beteiligten Polizeibeamten, die wegen Beihilfe angeklagt werden, sollen voraussichtlich im August vor Gericht gestellt werden.
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Am 25. Mai 2020 war der Afroamerikaner George Floyd nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) gestorben. Sein Tod löste eine Welle von Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in mehreren US-Städten aus. In einigen Städten kam es zu Krawallen und Plünderungen. Um die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten, wurden Polizeibeamte sowie Kräfte der Nationalgarde der Vereinigten Staaten eingesetzt. In rund 40 Städten, darunter Washington D.C. und New York, verhängte man Ausgangssperren.
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