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Linke fordern Verzicht Wagenknechts auf Bundestagskandidatur – Politikerin wittert gezieltes Manöver

© AFP 2021 / ODD ANDERSENSahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht - SNA, 1920, 09.04.2021
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Mehrere Parteivorstandsmitglieder der Linken fordern laut einem „Spiegel“-Bericht einen Verzicht ihrer ehemaligen Fraktionschefin Sahra Wagenknecht auf eine Bundestagskandidatur. Hintergrund sind Auszüge aus ihrem neuen Buch, in denen die Politikerin angeblich soziale Bewegungen wie etwa Black Lives Matter verunglimpft.
Das Buch „Die Selbstgerechten“, das am kommenden Mittwoch offiziell erscheinen soll, sehen die Kritiker demnach als eine Art Generalabrechnung mit der eigenen Partei. Mit ihrem neuen Buch verunglimpfe Wagenknecht Bewegungen wie Unteilbar, Black Lives Matter oder Fridays for Future als „selbstgerecht“, warf ihr etwa der bayerische Politiker Johannes König vor.
Wagenknechts Buch sei „eine Kriegserklärung an Hunderttausende junge Menschen, die uns wählen und sich für Klimaschutz und Antirassismus einsetzen“, sagte der Linken-Abgeordnete Niema Movassat dem Nachrichtenmagazin. Movassat hatte am Mittwoch mehrere Passagen aus dem Buch auf Twitter veröffentlicht.
Auch der Bundesgeschäftsführer der Linken, Jörg Schindler, kritisierte Wagenknecht: Es sei nicht zielführend, „Menschen, die sich gemeinsam mit uns für eine bessere Gesellschaft einsetzen, Vorwürfe zu machen und sie so vor den Kopf zu stoßen“, sagte er.
Wagenknecht tritt an diesem Wochenende in Nordrhein-Westfalen als Spitzenkandidatin auf Platz eins der Landesliste an, um bei der Wahl am 26. September in den Bundestag gewählt zu werden.

„Aus dem Zusammenhang gerissen“

Die Linken-Politikerin hält die vorzeitige Veröffentlichung einzelner Passagen aus ihrem neuen Buch für ein gezieltes Manöver gegen die von ihr angestrebte Bundestagskandidatur.
„Mit aus dem Zusammenhang gerissenen, teils verfälschten Zitaten ein völlig verzerrtes Bild vom Inhalt meines Buches zu vermitteln, um meine Wiederaufstellung zu verhindern, ist kein guter Umgang miteinander“, teilte Wageknecht der Deutschen Presse-Agentur mit.
Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte Wagenknecht, sie halte diese Form der innerparteilichen Auseinandersetzung für „zutiefst unanständig“.
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