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Nach Draghis unangemessener Wortwahl über Erdogan: Ankara bestellt italienischen Botschafter ein

© AFP 2021 / KARIM JAAFARDer türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu
Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu - SNA, 1920, 09.04.2021
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Das türkische Außenministerium hat den italienischen Botschafter in Ankara Massimo Gaiani einbestellt. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu.
Laut einer schriftlichen Erklärung der Behörde wurde Gaiani am späten Donnerstagabend ins Ministerium einbestellt, nachdem der italienische Ministerpräsident Mario Draghi „inakzeptable“ Äußerungen über den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan verlautbart hatte.
Der italienische Premier war auf den Fauxpas eingegangen, der von der türkischen Seite bei dem Besuch der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und dem Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, in Ankara am Dienstag begangen worden war. Damals war bei dem Treffen mit Erdogan im türkischen Präsidentenpalast für Michel ein großer Stuhl neben dem türkischen Staatschef reserviert gewesen. Von der Leyen bekam hingegen einen Platz auf einem Sofa in einiger Entfernung zugewiesen. Dort saß sie dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu gegenüber, der ebenfalls an dem Gespräch teilnahm.
Das Treffen des EU-Ratspräsidenten Charles Michel und der EU-Komissionschefin Ursula von der  Leyen mit dem  türkischen  Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan am 6. April 2021 - SNA, 1920, 08.04.2021
Sofa-Sitzplatz für von der Leyen: Türkei verteidigt sich gegen Vorwürfe aus Brüssel
Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA verurteilte Draghi Erdogans Umgang mit von der Leyen und bezeichnete den türkischen Präsidenten als „Diktator“. Gleichzeitig habe der italienische Regierungschef die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit Erdogan betont.
„Wir verurteilen nachdrücklich die inakzeptable populistische Rhetorik des ernannten italienischen Premierministers Draghi und seine hässlichen und unerbittlichen Aussagen über unseren gewählten Präsidenten“, schrieb der türkische Außenminister, Mevlüt Cavusoglu, später in diesem Zusammenhang in einer Twitter-Mitteilung.
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