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Biden spricht über „Epidemie der Waffengewalt“ in den USA

© AFP 2021 / GEORGE FREYEin Waffenshop in den USA
Ein Waffenshop in den USA  - SNA, 1920, 09.04.2021
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US-Präsident Joe Biden hat die Schusswaffengewalt im Land als eine „Epidemie“ verurteilt und gesetzliche Schritte zur Lösung dieses Problems angekündigt.

„Lassen Sie mich es noch einmal sagen: Die Waffengewalt in diesem Land ist eine Epidemie und eine internationale Schande“, gab Biden bei der Vorstellung der Maßnahmen im Rosengarten des Weißen Hauses zu verstehen.

Er verwies auf die zahlreichen Massaker und Gewalt im alltäglichen Leben. Ihm zufolge werden in den USA jeden Tag 316 Menschen angeschossen, 106 davon sterben. Die Gesundheitsbehörde CDC verzeichnete in ihrer jüngsten Statistik aus dem Jahr 2018 insgesamt 39.740 Schusswaffentote. Bei rund 60 Prozent der Fälle handelte es sich um Selbsttötungen, bei rund 30 Prozent um Tötungsdelikte.
„Die Vorstellung, dass in Amerika jeden Tag so viele Menschen durch Waffengewalt sterben, ist ein Schandfleck auf unserem Charakter als Nation“, fuhr Biden fort.
Er stellte mehrere Maßnahmen zur Verschärfung des Waffenrechtsvor. So soll der freie Verkauf von Waffenkomponenten verboten werden, aus denen die Menschen in einer halben Stunde eine echte Waffe zusammenbauen können. „Sie haben keine Seriennummer, daher können sie nach ihrer Verwendung bei einem Verbrechen nicht zurückverfolgt werden“, erklärte Biden. Neue Vorgaben sollen auch für modifizierte Pistolen gelten – Ausrüstung sichert die Waffe und erhöht die Treffgenauigkeit. Laut Biden hat im März der Schütze in Colorado mit solch einer Pistole zehn Menschen erschossen.
Biden schlägt vor, aufgerüstete Pistolen den Schalldämpfern gleichzusetzen und das NFA-Gesetz (National Firearms Act) von 1934 auf sie auszudehnen. Demnach muss der Besitzer solch einer Pistole sie registrieren lassen, seine personenbezogene Daten angeben und eine Gebühr von 200 Dollar entrichten.
Hund von US-Präsident Joe Biden, Major - SNA, 1920, 31.03.2021
Hoppla, ich habe es wieder getan: Bidens Hund erneut an Beißvorfall beteiligt
Laut einer weiteren von Biden vorgeschlagenen Maßnahme soll das Gericht das Recht bekommen, auf Ersuchen von Verwandten oder anderen Personen vorübergehend Waffen von einzelnen Bürgern zu beschlagnahmen. Dies soll die Sterblichkeit und die Zahl der Selbstmorde verringern. „Es ist lange überfällig, dass wir handeln“, konstatierte Biden.

Tennessee erlaubt Tragen von Pistolen ohne Genehmigung

Inzwischen treten im Bundesstaat Tennessee ab Juli die neuen Regeln in Kraft, die den Bürgern, die mindestens 21 Jahre alt sind und rechtmäßig Handfeuerwaffen besitzen, erlauben, diese in der Öffentlichkeit ohne weitere Genehmigung zu tragen. In den USA gestatten einige der 50 Bundesstaaten das offene oder verdeckte Tragen von Waffen ohne dafür eine besondere Genehmigung oder Ausbildung vorweisen zu müssen.
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