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„Was heißt ‚kurzer und harter Lockdown‘?“: Weil fordert nachvollziehbare Entscheidungen der Politik

© JENS SCHLUETERNiedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil  - SNA, 1920, 09.04.2021
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Angesichts der Lockdown-Debatte hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil nachvollziehbare und zuverlässige Entscheidungen der Politik gefordert. Dies meldet die Deutsche Presse-Agentur am Freitag.
Nur mit nachvollziehbaren und zuverlässigen Entscheidungen sei es möglich, Vertrauen zurückzugewinnen, sagte der SPD-Politiker der „Neuen Presse“ (Freitag) in Hannover.
Als ein Beispiel für das Gegenteil davon führte er den Beschluss zur Osterruhe an, der später zurückgezogen worden war: Viele Menschen habe die Entscheidung verunsichert und einen „erheblichen Vertrauensschaden“ angerichtet. „Da hat die Politik noch etwas gutzumachen“, monierte Weil.
Weil zufolge erfordern derartige Beschlüsse mehr Zeit und vor allem eine bessere Vorbereitung – „das sage ich durchaus auch selbstkritisch“. Dies zeichne sich aber mit Blick auf die nächste Runde „gerade nicht ab – zu meinem großen Bedauern“.
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Weil machte klar, er halte viel davon, während der Pandemie besonders eng zusammenzuarbeiten. Die Vorbereitungen für die Runden seien jedoch „zu oberflächlich“ geworden, kritisierte er.
„Wir erleben jetzt seit Tagen eine Lockdown-Debatte, die Befürworter haben aber bislang nichts Konkretes auf den Tisch gelegt. Was genau bitte heißt ‚kurzer und harter Lockdown‘? Auf dieser Basis kann man schlecht diskutieren und schon gar nicht solche weitreichenden Entscheidungen treffen“, so der Ministerpräsident.
Weil verwies darauf, dass die Infektionszahlen deutlich besser seien als zuvor angenommen. Daher habe er Bedenken, die Bürgerinnen und Bürger „jetzt mit einer diffusen Lockdown-Debatte zu verunsichern“.
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