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Angehörige vermisster Soldaten in Armenien fordern Austausch von Kriegsgefangenen

© SNA / Sputnik / Zur BilddatenbankVerstärkte Polizeiaufgebote vor dem Verteidigugnsministerium Armeniens, wo Angehörige vermisster Soldaten einen Austausch von Kriegsgefangenen fordern. Eriwan, 9. April 2021
Verstärkte Polizeiaufgebote vor dem Verteidigugnsministerium Armeniens, wo Angehörige vermisster Soldaten einen Austausch von Kriegsgefangenen fordern. Eriwan, 9. April 2021 - SNA, 1920, 09.04.2021
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Familienangehörige vermisster armenischer Soldaten, die nach Beendigung des Krieges um die Konfliktregion Bergkarabach einen Austausch der Kriegsgefangenen fordern, setzen die Blockade des Verteidigungsministeriums in der armenischen Hauptstadt Eriwan fort, wie ein SNA-Reporter am Freitag vor Ort berichtet.
Hunderte Menschen hatten am frühen Donnerstagmorgen alle Aus- und Eingänge zu dem Gebäude blockiert, darunter auch mit Fahrzeugen. Ein Ministeriumssprecher bestätigte die Belagerung des Gebäudes. „Es hat sich nichts geändert. Alles ist blockiert“, sagte er.
Die Menschen verhalten sich aggressiv gegenüber Journalisten. Sie vermeiden jeglichen Kontakt mit ihnen und fordern, nicht über die Aktion zu berichten und nicht zu filmen.

Demo auch vor dem Regierungsgebäude

Die Angehörigen harren auch vor dem Regierungsgebäude aus. Die Protestierenden fordern, die Suche nach den Vermissten sowie Verhandlungen mit Aserbaidschan über die Freilassung der Kriegsgefangenen zu beschleunigen.
Der Agentur Sputnik Armenia zufolge hatten Angehörige der in Aserbaidschan gefangengehaltenen armenischen Soldaten auch den Verkehr an wichtigen Straßen lahmgelegt. Mehrere Verkehrsstraßen im Gebiet Schirak, die Straße Gjumri-Eriwan sowie nach Aschozk und Wanadsor seien blockiert, hieß es.
„Wir haben nur eine Forderung - die Heimkehr unserer Nächsten zu ermöglichen“, sagte ein Teilnehmer.

Paschinjan zu Besuch bei Putin

Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan hatte am Mittwoch bei einem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau das Nachbarland Aserbaidschan zur Freilassung aller Kriegsgefangenen aufgefordert. Danach telefonierte Putin mit dem aserbaidschanischen Staatschef Ilham Aliyev.
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Krieg um Bergkarabach

In dem Krieg vom 27. September bis 9. November um Bergkarabach hatte sich Aserbaidschan weite Teile des Anfang der 1990er Jahre verlorenen Gebietes zurückgeholt. Bei den Kämpfen dürften mehr als 6000 Menschen ums Leben gekommen sein. Immer noch werden in der Region die Leichen von Soldaten und Zivilisten geborgen.
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