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Myanmars Botschafter aus Londoner Vertretung ausgesperrt

© REUTERS / TOBY MELVILLEMyanmars Botschafter in Großbritannien Kyaw Zwar Minn
Myanmars Botschafter in Großbritannien Kyaw Zwar Minn - SNA, 1920, 08.04.2021
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Myanmars Botschafter in Großbritannien Kyaw Zwar Minn wird laut seinen Worten der Zutritt zur diplomatischen Vertretung in London verwehrt. Das teilten internationale Medien am Donnerstag mit.
Wie der Diplomat gegenüber dem Sender CNN sagte, hat er am Mittwoch mehrere Stunden versucht, Zugang zur Botschaft zu erhalten, konnte aber nicht eintreten. Einige seiner Mitarbeiter befänden sich noch immer im Gebäude und durften nicht raus, so Kyaw Zwar Minn.
Der Militärattache habe ihn aufgefordert, das Gebäude zu verlassen, denn er sei nicht länger der Vertreter des Landes, zitierte die BBC den Botschafter.
„Sie sagten, sie hätten eine Anweisung aus der Hauptstadt erhalten, deshalb würden sie mich nicht reinlassen“, schilderte der Diplomat gegenüber der Zeitung „Telegraph“.
„Dies ist Großbritannien, wir sind nicht in Myanmar.“
Nach Polizeiangaben versammelten sich vor der Botschaft in London rund 50 Menschen, um ihren Protest gegen die Aussperrung des Botschafters kundzutun. Am Ort des Geschehens seien Polizisten eingetroffen. Sie hätten die Menschen aufgerufen, nach Haus zu gehen und die Corona-Einschränkungen zu befolgen.
Das britische Außenministerium teilte mit, Informationen „nach einem Vorfall in der Botschaft“ nachzugehen.
Proteste in Myanmar, 14. März - SNA, 1920, 07.04.2021
Erneut mehrere Tote bei Demonstrationen in Myanmar
Im März hatte Kyaw Zwar Minn Medienberichten zufolge dazu aufgerufen, den festgenommenen Präsidenten Myanmars Win Myint und die Staatsberaterin Aung San Suu Kyi freizulassen. Infolge zogen ihn die Militärs von Myanmar von seinem Posten zurück.

Militärputsch und Proteste in Myanmar

Das myanmarische Militär hatte am 1. Februar, wenige Stunden vor der Eröffnung der ersten Sitzung des neugewählten Parlaments, die Regierung des Landes festgenommen, darunter den Präsidenten Win Myint und die De-Facto-Regierungschefin und Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. In vielen Städten von Myanmar finden seitdem täglich Massenproteste gegen die Militärregierung statt. Nach Angaben von Bürgerrechtlern wurden bislang mehr als 580 Menschen getötet, darunter Dutzende Kinder. Tausende Menschen wurden festgenommen.
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