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IS-Anführer soll in irakischem Gefängnis Informant der USA gewesen sein – Medien

© AFP 2021 / DELIL SOULEIMANUS-Soldaten mit Bradley-Panzern patrouillieren am 12. Januar 2021 in einem Gebiet nahe dem nordöstlichen Grenzübergang Semalka zwischen Syrien und dem Irak.
US-Soldaten mit Bradley-Panzern patrouillieren am 12. Januar 2021 in einem Gebiet nahe dem nordöstlichen Grenzübergang Semalka zwischen Syrien und dem Irak. - SNA, 1920, 08.04.2021
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Der im Jahr 2019 zum „Kalifen“ der Terrormiliz Islamischer Staat* (IS) ernannte Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraischi soll laut einem Medienbericht vom Donnerstag aktiv mit den Vereinigten Staaten zusammengearbeitet haben, als er 2008 in einem irakischen Gefängnis gesessen hat.
In den kürzlich freigegebenen vertraulichen Verhörberichten werde der damalige irakische Häftling M060108-01 als ein vorbildlicher Gefangener dargestellt, der gegenüber den Amerikanern, die ihn gefangengenommen hätten, „kooperativ“ und ungewöhnlich gesprächig gewesen sei, berichtete die US-Zeitung „Washington Post“ unter Berufung auf anonyme US-Beamte.
Während der mehrtägigen Verhöre habe er darüber informiert, wo sich die geheimen Stützpunkte der Terrorgruppierung befinden würden, hieß es. Auch machte der Häftling Skizzen von Personen aus deren Führung und gab an, wo sie gewöhnlich speisen würden. Gefragt nach der Nr. 2 der Terrormiliz, dem in Marokko geborenen Schweden Abu Qaswarah, habe er einen genauen Aufenthaltsort von ihm skizziert. Der Mann sei Wochen danach von US-Soldaten in der irakischen Stadt Mosul getötet worden.
„Der Inhaftierte scheint bei jeder Sitzung kooperativer zu sein“, zitiert die Zeitung aus einem freigegebenen Bericht aus dem Jahr 2008. Auch sein richtiger Name - Amir Muhammad Sa’id Abd-al-Rahman al-Mawla - sei dort angegeben worden.
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Zuvor habe das US-Verteidigungsministerium Dokumente veröffentlicht, aus denen hervorgehen würde, dass der heutige IS-Anführer einst als Gefangener ein Informant für die Amerikaner gewesen sei. Kürzlich publik gemachte Papiere würden jedoch ein detaillierteres Bild bieten und den IS-Anführer als einen Informanten darstellen, der den Vereinigten Staaten unschätzbare Hinweise zur Verfügung gestellt habe, die ihnen bei der Bekämpfung der Terrororganisation geholfen hätten. Wann al-Mawla den Haftort verlassen habe, werde nicht angegeben. Zuletzt sei er Angaben zufolge im Juli 2008 verhört worden. Zu diesem Zeitpunkt habe er aufgehört, aktiv mit den Amerikanern zusammenzuarbeiten.
Im Oktober 2019 hatte der damalige US-Präsident Donald Trump die Eliminierung des IS-Anführers Abu Bakr al-Baghdadi infolge eines Einsatzes von US-Spezialeinheiten in der syrischen Provinz Idlib bekanntgegeben. Er dankte Russland, der Türkei, Syrien und dem Irak für ihre Hilfe bei der Beseitigung von al-Baghdadi. Der IS hatte über ihren Medienkanal dessen Tod bestätigt und zugleich bekannt gegeben, dass Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraischi zum neuen Anführer der Terrorgruppierung ernannt worden sei.
*Islamischer Staat, auch Daesh – Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten
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