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Hirnvenenthrombosen kommen auch bei Covid-19-Erkrankung vor – Studien

© StockSnap / PixabayKopfschmerzen (Symbolbild)
Kopfschmerzen (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.04.2021
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Gleich zwei Studien in der jüngsten Vergangenheit haben sich mit Hirnvenenthrombosen beschäftigt. Allerdings ging es hierbei nicht um solche Gefäßverstopfungen als Folge einer Impfung, sondern im Verlauf der Covid-19-Erkrankungen. Auf die beiden Studien weist die Deutsche Gesellschaft für Neurologie hin (DGN).
Die erste Studie aus dem Iran aus den Monaten Juni und Juli 2020 umfasst sechs Patienten zwischen 31 und 62 Jahren. Vier von diesen hatten keine Atembeschwerden, bei drei war das Risiko erhöht, eine Hirnvenenthrombose zu entwickelt. Alle wurden behandelt, dennoch sind vier von den sechs Patienten verstorben.
Das Durchschnittsalter dieser sowie 28 weiterer ähnlicher Fälle, die die Studienautoren zusammengetragen hatten, betrug 49 Jahre. Im Vergleich mit dem Altersdurchschnitt gewöhnlicher Patienten mit Hirnvenenthrombosen, das bei 38 Jahren liegt, waren die Covid-Fälle also deutlich älter. Es waren seltener Frauen als Männer betroffen und die Sterblichkeit bewegte sich bei 35 Prozent, während sie bei gewöhnlichen Hirnvenenthrombosefällen lediglich bei sechs Prozent liegt.
In die zweiten Studie aus den USA wurden insgesamt acht eigene Patienten aus dem Zeitraum März bis November 2020 eingeschlossen. Hier war aber mit knapp 88 Prozent die Mehrzahl der Patienten weiblich. Zu den Symptomen zählten Kopfschmerzen und Fieber sowie bei drei Viertel Beschwerden des Verdauungssystem. Bewusstseinsstörungen dagegen traten lediglichen bei einem Viertel auf. Im Schnitt traten die neurologischen Symptome drei Tage nach der Diagnose Covid-19 auf, bis zur Diagnose einer Hirnvenenthrombose vergingen im Mittel elf Tage. Hier verstarb lediglich ein Patient. Die Studienautoren haben aber weiter 35 Fälle aus der Literatur in ihre Studie einfließen lassen. Wenn man diese berücksichtigt, ergibt sich eine Sterblichkeit von 26 Prozent.
Bei der Risikobewertung könnte man künftig also auch ergänzen, dass auch bei Covid-19 gelegentlich solche Thrombosen auftreten. Allerdings ist damit nicht gesagt, inwieweit sich die Gruppe der Astrazeneca-Impflinge mit Hirnvenenthrombosen von den Menschen unterscheidet, die solche Thrombosen während einer Covid-19-Erkrankung entwickeln.
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