Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Von Sirene bis Einhorn: Top-5 Fabelwesen mit realen Vorbildern

© CC0 / Pixabay / 2234701Sirene (Symbolbild)
Sirene (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.04.2021
Abonnieren
Fabelwesen sind Kreaturen, deren Existenz nie belegt werden konnte. In der Fantasie der Menschen sind sie aber nicht aus dem Nichts entstanden. Ob nun listige Sirenen mit ihrem magischen Gesang, oder die edelsten von allen Fabelwesen, die Einhörner – alle Kreaturen hatten wohl ihre natürlichen Prototypen.
Eine Sirene ist in der griechischen Mythologie ein meist weibliches Fabelwesen. Es sind Mischwesen aus ursprünglich Mensch und Vogel, später auch Mensch und Fisch.

Sirene

Seekuh - SNA, 1920, 08.04.2021
Seekuh
Durch ihren betörenden Gesang lockt eine Sirene die vorbeifahrenden Schiffer an, um sie zu töten. Als mögliches Vorbild für diese dämonische Figur kann die Riesenseekuh angesehen werden, die auch als Stellers Seekuh bekannt ist. Das ausgestorbene Tier des nördlichen Pazifiks wurde 1741 vom deutschen Arzt und Naturwissenschaftler Georg Wilhelm Steller erstmals wissenschaftlich beschrieben. Zu der Zeit gab es vermutlich nur noch etwa 2000 Tiere dieser Art. Das wahrscheinlich letzte Exemplar wurde zu Nahrungszwecken 1768 von Pelztierjägern bei der Beringinsel erschlagen.
Die Stellersche Seekuh wurde bis zu acht Meter lang und bis zu zehn Tonnen schwer. Die meiste Zeit verbrachten die Tiere mit dem Fressen von Tang und Algen. Dabei schwammen sie langsam im flachen Wasser und stützten sich oft mit den Vorderbeinen auf den Boden. Sie tauchten nicht und ihr Rücken ragte ständig aus dem Wasser. Dabei konnten sie oft Töne von sich geben, die so manchem als Gesang erscheinen mochten.

Seeschlange

CC BY 3.0 / Sandstein / Wikimedia CommonsRegalecus (Symbolbild)
Regalecus (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.04.2021
Regalecus (Symbolbild)
Sie ist ein erstaunlich langer mythologischer Meeresbewohner, der den Seeleuten Angst und Schrecken einjagt. Der Prototyp für dieses Seeungeheuer kann Regalecus glesne sein, eine Art aus der Familie der Riemenfische. Es ist die längste Knochenfischart der Welt, die eine Länge von etwa acht Metern und ein Maximalgewicht von etwa 270 Kilogramm erreichen kann.

Roch

CC BY-SA 3.0 / DFoidl / Wikimedia CommonsMullerornis agilis
Mullerornis agilis - SNA, 1920, 08.04.2021
Mullerornis agilis
Der Vogel Roch ist hauptsächlich aus den arabischen Erzählungen von Tausendundeiner Nacht bekannt. Er findet aber auch beim italienischen Asienreisenden Marco Polo sowie den Händlern des Indischen Ozeans Erwähnung. Demnach ist dieses Wesen größer als ein Mensch. Sindbad der Seefahrer aus Tausendundeiner Nacht soll sich an ein Bein des Vogels gebunden haben, um seinem Schicksal auf einer entlegenen Insel zu entkommen. Der Roch soll sich von Elefanten ernähren.
Mögliche Vorbilder des Roch-Vogels sind die Elefantenvögel, die auch als Madagaskar-Strauße bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um eine ausgestorbene Familie der Laufvögel. Ein Fossil dieser Art wurde vom französischen Naturforscher Alfred Grandidier auf der Insel Madagaskar zwischen 1865 und 1870 entdeckt.
Der größte Vertreter dieser Vogelfamilie war mit geschätzten 536 bis 732 Kilogramm der vermutlich schwerste Vogel aller Zeiten. Bis zu drei Meter groß dürften Vertreter dieser Art gewesen sein. Einige Reisende, die die Geschichten über das Fabelwesen Roch kannten, glaubten, es auf der Insel gesehen haben. Da der Vogel aber nicht fliegen konnte, nahmen die Reisenden an, es sei ein frisch geschlüpftes Küken eines viel größeren Vogels, also das des Fabelwesens Roch. Leider starben die Elefantenvögel aus, was laut Wissenschaftlern auf menschliche Einflüsse zurückzuführen ist. Offenbar dienten die großen Vögel als wichtiges Nahrungsmittel.

Riesenkraken

Stralsund - SNA, 1920, 08.04.2021
Stralsund
Noch ein Meeresbewohner, der dem Menschen gefährlich werden kann. Gigantische Kopffüßer greifen laut Legenden Schiffe und Menschen an und ziehen ihre Beute in die Tiefe. In einigen Geschichten sind diese Tiere bis zu 2,5 Kilometer lang. Ein Prototyp dieser monströsen Kreatur mögen die tiefseebewohnenden Riesenkalmare sein. Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckten Seeleute riesengroße tote Exemplare an den Küsten. Ein Riesenkalmar mit ungedehnten Tentakeln kann eine Länge von zwölf Metern erreichen.

Einhorn

© CC0 / Pexels / PixabayNashorn (Symbolbild)
Nashorn (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.04.2021
Nashorn (Symbolbild)
Das Fabelwesen von Pferde- oder auch Ziegengestalt mit einem geraden Horn auf der Stirnmitte ist heute bei Kindern und einigen Erwachsenen sehr beliebt. Es gilt wohl als das edelste aller Fabeltiere und steht als Symbol für das Gute. Nashörner oder Oryxantilopen könnten als Vorbild für das Einhorn gedient haben.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала