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Mögliche Lieferung von „Sputnik V“: Spahn kündigt bilaterale Gespräche mit Russland an

© REUTERS / ANNEGRET HILSEBundesgesundheitsminister Jens Spahn
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn - SNA, 1920, 08.04.2021
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat bilaterale Gespräche über eventuelle Lieferungen des Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ mit Russland angekündigt. Seiner Ansicht bedarf es einer EU-Zulassung sowie konkreter Informationen zu möglichen Impfstoff-Mengen und Lieferungsfristen.
Man müsse sehr aufpassen, dass die mögliche Lieferung des russischen Impfstoffs nicht zu einer „Fata-Morgana-Debatte“ werde, betonte Spahn am Donnerstag im der WDR5-Sendung „Morgenecho“. Zunächst gehe es um die Zulassung durch die EU. „Dafür muss Russland Daten liefern.“ Solange die Datenpakete nicht geliefert werden, könne es keine Zulassung geben.
Sputnik V - SNA, 1920, 08.04.2021
Deutschland will bilateralen Vertrag für Ankauf von „Sputnik V“ aushandeln – Reuters
Die zweite Frage sei dann die der Bestellung, sagte Spahn. Die EU-Kommission habe am Mittwochabend erklärt, dass sie über „Sputnik V“ nicht Verträge schließen werde wie mit den anderen Herstellern wie etwa Biontech. „Daraufhin habe ich auch im EU-Gesundheitsministerrat für Deutschland erklärt, dass wir dann bilateral auch mit Russland reden werden, und zwar erst mal darüber reden werden, wann überhaupt welche Mengen kommen könnten“, so Spahn.
„Um wirklich einen Unterschied zu machen in unserer aktuellen Lage, müsste die Lieferung schon in den nächsten zwei bis vier, fünf Monaten kommen – ansonsten haben wir so oder so mehr als genug Impfstoff.“
Insofern erwarte er von Russland verbindliche Aussagen dazu, „wann welche Menge konkret nach einer Zulassung auch Deutschland erreichen könnte.
Um von der „abstrakten Debatte“ wegzukommen, seien also zwei Voraussetzungen erforderlich: Eine Zulassung und „konkrete Ansagen, wann was geliefert werden kann“, resümierte Spahn.

Mecklenburg-Vorpommern will eine Million Impfstoff-Dosen „Sputnik V“

Nachdem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Unterzeichnung eines Vorvertrags mit einer Firma in Illertissen für den Bezug des russischen Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ angekündigt hat, will nun auch Mecklenburg-Vorpommern noch vor der möglichen EU-Zulassung den Zugang zu dem russischen Corona-Impfstoff „Sputnik V“ sichern. Wie Landesgesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Donnerstag in Schwerin mitteilte, hat sich das Land gegenüber Russland eine Option auf eine Million dieser Impfdosen gesichert.
„Wir sind aktuell noch in einer Phase, wo es große Abhängigkeiten von noch zu wenigen Herstellern gibt“, zitiert ihn die Deutsche Presse-Agentur.
Corona-Impfstoff Sputnik V (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.04.2021
Ankündigung Söders: Bayern unterzeichnet Vorvertrag für Lieferung von Corona-Impfstoff „Sputnik V“
Mecklenburg-Vorpommern versuche auch eigene Wege zu gehen, um das Tempo und die Planbarkeit der Impfungen zu verbessern. „Wir sind interessiert an langfristigen Kooperationen mit Russland. Darüber hinaus prüft das Land, ob im Land ansässige Firmen eine Abfüllung oder Produktion ermöglichen könnten“, äußerte Glawe.
Glawe rechne Ende Mai oder Anfang Juni mit einem Einsatz des Impfstoffs. Die Kosten solle der Bund übernehmen.

Bayern kündigt Vorvertrag mit „Sputnik-V“-Hersteller an

In Bayern soll eine Firma im schwäbischen Illertissen den russischen Impfstoff produzieren. Eine entsprechende Absichtserklärung für die Produktion und den Import sei unterzeichnet, hieß es. Nach der Zulassung soll der Freistaat 2,5 Millionen Impfdosen erhalten.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft derzeit den Antrag auf Zulassung von Sputnik V in der EU. Im April werden Experten der EMA in Russland zur Begutachtung der Produktion und Lagerung des Impfstoffs erwartet.
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