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Erneut mehrere Tote bei Demonstrationen in Myanmar

© AFP 2021 / STRProteste in Myanmar, 14. März
Proteste in Myanmar, 14. März - SNA, 1920, 07.04.2021
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Bei Protesten gegen die Militärregierung in Myanmar sind übereinstimmenden Medienberichten zufolge erneut mehrere Demonstranten getötet und verletzt worden.
Mindestens fünf Menschen seien ums Leben gekommen, als Sicherheitskräfte in der nordwestlichen Stadt Kale am Mittwoch das Feuer eröffnet haben, meldeten mehrere Nachrichtenportale unter Berufung auf Augenzeugen.
Zwei Demonstranten seien in dem Ort Bago bei der Großstadt Yangon gestorben, berichtete Reuters. Dort wiederum brach in einer chinesischen Bekleidungsfabrik ein Brand aus, wie die Feuerwehr mitteilte, ohne Angaben zum dadurch entstandenen Schaden zu machen. In einem anderen Stadtteil von Yangos zündeten Aktivisten eine chinesische Flagge an, wie auf Aufnahmen zu sehen war, die über Facebook verbreitet wurden. Viele Demonstranten werfen China vor, die Militärjunta zu unterstützen. Bereits im März wurden Brandanschläge auf mehr als 30 Fabriken in Yangon verübt, an denen chinesische Investoren beteiligt sind.
Junta-Chef Min Aung Hlaing verurteilte die Demonstranten. Wegen der Bewegung des zivilen Ungehorsams werde in Krankenhäusern, Schulen und Fabriken nicht mehr gearbeitet. Die Bewegung sei „eine Aktivität zur Zerstörung des Landes“, erklärte der General.

Militärputsch und Proteste in Myanmar

Das myanmarische Militär hatte am 1. Februar, wenige Stunden vor der Eröffnung der ersten Sitzung des neugewählten Parlaments, die Regierung des Landes festgenommen, darunter den Präsidenten Win Myint und die De-Facto-Regierungschefin und Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. In vielen Städten von Myanmar finden seitdem täglich Massenproteste gegen die Militärregierung statt. Nach Angaben von Bürgerrechtlern wurden bislang mehr als 580 Menschen getötet, darunter Dutzende Kinder. Tausende Menschen wurden festgenommen.
Moskauer Kreml (Archivbild) - SNA, 1920, 29.03.2021
Kreml besorgt über Situation in Myanmar
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