Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Mehrere CDU-Bundestagsabgeordnete stellen sich bereits hinter Kanzlerkandidat Söder

© AFP 2021 / TOBIAS SCHWARZArmin Laschet und Markus Söder nehmen am 27. April 2019 am Start des europäischen Wahlkampfs in Münster teil. Archivfoto
Armin Laschet und Markus Söder nehmen am 27. April 2019 am Start des europäischen Wahlkampfs in Münster teil. Archivfoto - SNA, 1920, 06.04.2021
Abonnieren
Der Kanzlerkandidat der Union steht noch nicht fest. Sieben Bundestagsabgeordnete aus der baden-württembergischen Landesgruppe werben aber in einer gemeinsamen Erklärung bereits für CSU-Chef Markus Söder - und damit gegen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet.
„Markus Söder genießt in weiten Teilen der Bevölkerung ein großes Vertrauen. Deshalb wäre er ein kraftvoller und aussichtsreicher Kanzlerkandidat für die gesamte Union“, heißt es in der Erklärung, aus der die Deutsche Presse-Agentur zitiert.
Große Ambitionen auf das Kanzleramt werden eigentlich den beiden - dem Regierungschef Nordrhein-Westfalens Armin Laschet und dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder - zugesprochen, doch es ist gerade Söder, der bei Beliebtheitsumfragen seit Monaten vorne liegt. Die Abgeordneten geben in ihrem Schreiben zwar zu, dass der Vorsitzende der CDU eine besondere Verantwortung für die gesamte Union in Deutschland trage. Dies bedeute aber auch, dass „persönliche Ambitionen für die Kanzlerkandidatur zurückgestellt werden müssen, wenn ersichtlich ist, dass jemand anderes eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung hat“.
Die Erklärung ist unterzeichnet von den Abgeordneten Marc Biadacz (Böblingen), Michael Donth (Reutlingen), Markus Grübel (Esslingen), Ronja Kemmer (Ulm), Karin Maag (Stuttgart), Matern von Marschall (Freiburg), Alexander Throm (Heilbronn) und dem Wahlkreiskandidaten Yannick Bury (Emmendingen-Lahr).
Dazu sprachen sich einige Unionsabgeordnete laut „Spiegel“ dafür aus, die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Bundestagsfraktion zu überlassen. Die Fraktion sei ein guter Resonanzboden, wenn es darum geht, die Stimmung im Land zu beschreiben, äußerte der hessische Bundestagsabgeordnete Stefan Sauer gegenüber dem Magazin. Parallel forderte Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Dobrindt, in der „Bild“ eine Mitsprache der Parlamentarier bei der Kandidatenkür. „Der Kanzlerkandidat kann nicht im Hinterzimmer oder am Frühstückstisch ausgemacht werden. Da haben die Bundestagsabgeordneten in unserer gemeinsamen Fraktion ein erhebliches Mitspracherecht“, sagte er.

Laschet plant bis Pfingsten einen Vorschlag - Söder will Merkel einbeziehen

Laschet bestätigte neulich die Verabredung, dass er bis Pfingsten den Präsidien von CDU und CSU gemeinsam mit CSU-Chef Markus Söder einen Vorschlag präsentieren werde. „Wir werden nach dem Kriterium entscheiden, wer die größten Aussichten hat, in ganz Deutschland die Wahl zu gewinnen“, sagte der nordrhein-westfälische Regierungschef am Dienstag im ZDF. Er habe ja schon erste Vorschläge vorgelegt für die schwierige Zeit nach der Pandemie, mit womöglich hoher Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung. „Wer da zum Programm passt, mit dem CDU und CSU in diese Wahl hineingehen, der wird dann auch der Kandidat werden“, sagte der CDU-Chef.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (Archiv) - SNA, 1920, 04.04.2021
„Gemeinsamer Wahlkampf mit Bundeskanzlerin“: Söder will K-Frage der Union mit Merkel absprechen
Söder selbst hatte seinerseits dafür plädiert, dass die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten der Union unter Teilnahme der scheidenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) getroffen werden sollte. Der bayerische Ministerpräsident hatte im letzten Jahr noch regelmäßig betont, dass sein Platz in Bayern sei, doch in diesem Jahr zeigt er sich weniger kategorisch. Die Bundestagswahl ist am 26. September.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала