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Niedersachsens Ministerpräsident Weil kritisiert Laschet-Vorstoß für „Brücken-Lockdown“

© AFP 2021 / JENS SCHLUETERNiedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (Archiv)
Niedersachsens Ministerpräsident  Stephan Weil (Archiv) - SNA, 1920, 06.04.2021
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Der Ministerpräsident des Bundeslandes Niedersachsen, Stephan Weil, hat den von CDU-Chef Armin Laschet vorgeschlagenen „Brücken-Lockdown“ in der Corona-Krise heftig kritisiert. Er habe „erhebliche Zweifel“ an einer solchen Maßnahme, erklärte der SPD-Politiker am Dienstag in Hannover nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur.
Dieser Vorschlag lasse viele Fragen offen, fügte er hinzu.
Wolle Ministerpräsident Laschet die Kitas komplett samt Notbetreuung schließen? Wolle er die Wirtschaft ganz herunterfahren? Wie lange und mit welchem konkreten Ziel sollten die Maßnahmen andauern?, fragte Weil seinen Amtskollegen aus Nordrhein-Westfalen. „Das alles ist ungeklärt.“

"Laschets Vorschlag verunsichert Menschen"

„Solche Vorschläge tragen zur Verunsicherung der Menschen bei, helfen uns aber nicht bei der Eindämmung des Infektionsgeschehens“, wurde Weil von der dpa zitiert.
Der Politiker lehnte auch eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz ab. Dafür sehe er keinen Grund.
„Vor Ostern hat Aktionismus bei vielen Menschen für einen Vertrauensverlust gesorgt, nach Ostern dürfen wir diesen Fehler nicht wiederholen“, mahnte Weil an.
Bisher ist die nächste Runde der Verhandlungen von Bund und Ländern für den 12. April geplant.
CDU-Parteichef Armin Laschet - SNA, 1920, 05.04.2021
Laschet will „Brückenlockdown“ im April – und wird im Netz durch den Kakao gezogen

Laschet fordert harten Lockdown

Laschet hatte am Montag einen schnellen und harten Lockdown zur Eindämmung der dritten Corona-Welle vorgeschlagen. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien. Niedersachsen will dagegen in Kürze in 14 Modellkommunen erproben, ob an Corona-Tests geknüpfte Öffnungen von Geschäften, Cafés und Kultureinrichtungen möglich sind.
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