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Griechenland lockt als Traumstandort für deutsche Dienstleister

© REUTERS / Alkis KonstantinidisStadtstrand nahe Athen
Stadtstrand nahe Athen - SNA, 1920, 06.04.2021
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Griechenland buhlt um deutsche Unternehmen: vor allem Serviceanbieter können von schnellem Internet, guter Infrastruktur und günstigen Arbeitskräften im Land profitieren, wie die DPA berichtet. Das schöne Wetter gibt es gratis obendrauf.
Den Göppinger Software-Entwickler Teamviewer hat Griechenland bereits überzeugt. Das Unternehmen hat vergangenes Jahr einen Entwicklungsstandort in der Stadt Ioannina im Nordwesten des Landes eröffnet. Rund 50 Mitarbeiter beschäftigt Teamviewer dort gegenwärtig, langfristig soll laut DPA auf 200 Beschäftigte aufgestockt werden.
Und das soll, wenn es nach dem Willen der griechischen Regierung geht, erst der Anfang sein:
„Wir haben Arbeitskräfte, Wissenschaftler, Fachleute, die viele Unternehmen aus verschiedenen Bereichen unterstützen können“, sagte der griechische Vize-Entwicklungsminister Nikos Papathanasis am Dienstag bei einer Pressekonferenz der Deutsch-Griechischen Industrie- und Handelskammer laut DPA.
Vor allem im Dienstleistungssektor will Athen sich als starke Konkurrenz zu günstigen EU-Staaten wie Portugal, Spanien und auch Irland aufbauen.
Neben gut ausgebildeten Arbeitskräften kann Griechenland auch bei der Infrastruktur punkten: Glasfaser sei gegeben, durch Flughäfen und Autobahnen sei das Land international gut angebunden, sagte der Griechenland-Chef von Teamviewer, Philipp Deutscher, bei der Online-Konferenz. Verbesserungsbedarf gebe es beim Angebot an Büroräumen, aber die Regierung plane einen Technologiepark.
Griechenlands wichtigster Wirtschaftssektor bleibt dennoch der Tourismus: Rund drei Milliarden Euro brachten deutsche Gäste 2019 ins Land und stellten mit gut einem Fünftel auch die größte Gruppe ausländischer Touristen, heißt es in einer Studie der griechischen Wirtschaftsstiftung IOBE im Auftrag der Handelskammer, die am Dienstag ebenfalls vorgestellt wurde.
Demnach importierte Deutschland im Jahr 2019 Waren im Wert von 2,2 Milliarden Euro aus Griechenland: vornehmlich Nahrungsmittel, verstärkt aber auch Pharmaprodukte und Metalle. Griechenland importierte im selben Zeitraum aus Deutschland Waren im Wert von 5,9 Milliarden Euro. Das Handelsbilanzdefizit Griechenlands gegenüber Deutschland sei aber in den vergangenen Jahren gesunken.
Griechische Flagge (Archivbild) - SNA, 1920, 05.04.2021
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