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Deutschland befürwortet weiteres Schuldenmoratorium für ärmste Länder

© CC0 / NikolayFrolochkinUS-Banknoten (Symbolbild)
US-Banknoten (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.04.2021
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Der Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) will sich bei den führenden Wirtschaftsnationen für eine Verlängerung des Schuldenmoratoriums für die ärmsten Länder einsetzen. Diese sollten angesichts der Corona-Krise einen weiteren Aufschub für Zins- und Tilgungszahlungen bis Ende 2021 bekommen, so Scholz.
Bei einem virtuellen Treffen der G20-Finanzminister sagte er am Dienstag, das Moratorium solle den ärmsten Ländern mehr Spielraum für Investitionen zur Bekämpfung der Pandemie geben.
Wichtig bleibe aber vor allem eine nachhaltigere Schuldenentlastung dieser Länder, betonte Scholz. Aus dem Finanzministerium hieß es, auch private Gläubiger müssten dabei stärker einbezogen werden.
Logo des Internationalen Währungsfonds IWF (Archiv) - SNA, 1920, 05.04.2021
Internationaler Währungsfonds verlängert Notfall-Hilfen für 28 ärmste Länder
Deutschland unterstützt zugleich die geplante Kapitalspritze für den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 650 Milliarden Dollar. Derzeit rechne man damit, dass das Geld ab August fließen könne. 42 Prozent der Mittel dürften an besonders arme Länder gehen. Bislang unterstützte der IWF in der Corona-Krise 86 Länder. Mit viel Liquidität seien „viele Brände auf der Welt gelöscht“ worden, hieß es.
Die Entwicklungsorganisation One forderte sowohl eine Verlängerung des Schuldenmoratoriums als auch die Kapitalspritze für den IWF. „Beide Maßnahmen tragen dazu bei, die Liquiditätskrise insbesondere in den ärmeren Ländern der Welt zu mildern“, erklärte die Organisation. „Die freiwerdenden Mittel können diese Länder dann nutzen, um sich gegen die wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Folgen der Corona-Pandemie zu stemmen.“ Die G20 seien in der Pflicht, mutig zu handeln, damit alle Länder durch die Krise kämen, hieß es.
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