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Russland baut ein Synchrotron der Superlative

© SNA / Grigorij SyssojewSynchrotron-Forschungen in Russland
Synchrotron-Forschungen in Russland - SNA, 1920, 05.04.2021
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Dort, wo Wissen von den tiefsten Strukturen der Materie erforderlich ist, kommt man ohne Erkenntnisse, die unter Einsatz der Synchrotronstrahlung gewonnen werden, nicht weit. Eine Anlage, die diese Strahlung erzeugt, soll in Russland bis 2027 entstehen.
Wenn es um disruptive Errungenschaften in der Medizin und Ernährungswissenschaft, in der Mikrobiologie und IT-Wirtschaft geht, setzen Grundlagenforscher auf die Synchrotronstrahlung. Sie lässt buchstäblich tief blicken: bis in die atomare Struktur der Materie mit ihren Eigenschaften hinein.
Russland will bis 2027 eine Anlage zur Erzeugung dieser Strahlung bauen: ein Synchrotron namens SILA, was im Russischen so viel wie „Kraft“ bedeutet. Das Projekt ist Teil des staatlichen Programms „Wissenschaft und Hochschulen“, und die russische Regierung ist bereit, 150 Milliarden Rubel (umgerechnet 1,7 Milliarden Euro) in den Bau des Synchrotrons zu investieren. Ziel ist, ein Synchrotron entstehen zu lassen, welches die bestehenden und geplanten Anlagen dieser Art technisch übertreffen würde: ein im Grundsatz neues System, heißt es in einer Mitteilung der russischen Regierung.
Bestehen soll das SILA-Synchrotron aus einem Speicherring und einem auf freien Elektronen basierenden Röntgenlaser, integriert zu einheitlicher Infrastruktur und aufbauend auf einem linearen Teilchenbeschleuniger mit einer Energie von sechs Gigaelektronenvolt, erklärte Strahlenphysiker Alexander Blagow, Direktor des Kurtschatow-Instituts in Moskau.
Eine Einrichtung dieses Instituts vor den Toren der russischen Hauptstadt ist denn auch als Standort des neuen SILA-Synchrotrons ausgesucht worden: einer Anlage mit einem zentralen Speicherring von über einem Kilometer Umfang und 40 daran gekoppelten Versuchsständen. Fünf weitere Experimentalstände sind für den Röntgenlaser vorgesehen.
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