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„Die alte Leier von den russischen Hackern“ – Russisches Außenamt zu „Cyber-Angriffen“ auf Bundestag

© SNA / Kirill KalinnikowHackerangriff (Symbolbild)
Hackerangriff (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.04.2021
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Keine Anfrage an Russland, keine Beweise oder Belege für eine Beteiligung russischer Stellen, stattdessen nur Annahmen und Mutmaßungen: Das Außenministerium in Moskau kommentiert den Bericht des „Spiegel“ über angeblich russische Hackerattacken auf Bundestagsabgeordnete.
Mindestens sieben Bundestagsabgeordnete sollen nach einem „Spiegel“-Bericht zum Ziel eines angeblich von Russland veranlassten Hackerangriffs geworden sein. Hinter der Attacke könnten Hacker stehen, die der russische Geheimdienst beauftragt habe – davon gehen laut dem „Spiegel“ deutsche Sicherheitsbehörden aus. Nur: Weder benennt das Magazin die deutschen Behörden beim Namen noch liefert es Belege, wonach wirklich Russland der Drahtzieher hinter den mutmaßlichen Cyberangriffen sei.
Es sei abermals „die alte Leier von den russischen Hackern“ – so kommentiert Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, den „Spiegel“-Bericht. In dem Bericht seien „traditionsgemäß weder Beweise noch Quellenverweise“ genannt worden. Die Berichtsautoren hätten einfach zum „Höchstwahrscheinlich“ als Stilmittel gegriffen und es potenziert: „Es wird auf die mutmaßliche Verantwortung einer gewissen Gruppe namens Ghostwriter verwiesen, die ihrerseits möglicherweise eine Verbindung zu Russland habe“, so Sacharowa.
Derweil sind in Russland laut der Außenamtssprecherin keine offiziellen Anfragen der Bundesrepublik hinsichtlich der Hackerattacken auf die Bundestagscomputer eingegangen. Sacharowa: „Wir weisen abermals darauf hin, dass der deutschen Seite die Kontaktdaten des russischen Nationalen Koordinationszentrums für Cyber-Ereignisse bekannt sind, welches als Organ für die Zusammenarbeit der Russischen Föderation mit den Organen anderer Staaten, mit internationalen Nichtregierungsorganisationen und ausländischen Organisationen aus dem Tätigkeitsbereich der Reaktion auf Cyber-Ereignisse zuständig ist. Dennoch sind offenbar erneut keine Anfragen an das Koordinationszentrum gerichtet worden. Es ist ja wesentlich einfacher, Russland grundlos zu beschuldigen, statt mit Russland zu kooperieren.“
Westliche Länder hielten Russland mehrmals bereits vor, Cyber-Attacken durchgeführt oder in Auftrag gegeben zu haben. Moskau hat alle Anschuldigungen von sich gewiesen und betont, dass westliche Staaten keine Beweise für ihre Behauptungen vorgelegt hätten. Gleichzeitig hat die russische Führung wieder und wieder ihre Bereitschaft zum Dialog über die Cybersicherheit erklärt.
Auf eine Anfrage russischer Medien hinsichtlich der vermeintlichen Cyber-Angriffe hieß es vonseiten des Bundestags: Informationen, wonach Computer von Bundestagsabgeordneten gehackt worden seien, könnten derzeit nicht bestätigt werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat den einschlägigen „Spiegel“-Bericht nicht kommentieren wollen und die russischen Medien stattdessen an den Bundesverfassungsschutz verwiesen.
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