Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Neue Corona-Mutante in Dänemark: Ausweichspiel mit den Antikörpern

Testzentrum in Kopenhagen - SNA, 1920, 05.04.2021
Abonnieren
Wissenschaftler haben einen neuen Stamm des Coronavirus in Dänemark entdeckt. Dieser ist nach Informationen des Dänischen Rundfunks (DR) den bereits bekannten Virusmutationen aus Südafrika und Brasilien sehr ähnlich, verhält sich aber geschickter.
Eigentlich ist die neuentdeckte Virusvariante eine Weiterentwicklung des britischen Corona-Stamms vom September letzten Jahres. In einem Punkt aber weist sie eine besondere Abweichung von der Ursprungsmutation auf, erklärte Christian Wejse, Professor am Fachbereich Klinische Medizin der Universität Aarhus, laut DR: Der neue Stamm habe eine „Extra-Mutation“, die es ihm ermögliche, „Antikörpern besser auszuweichen“.
Eine Folge davon ist ein leicht erhöhtes Wiederansteckungsrisiko für Menschen, die eine Infektion mit Covid-19 bereits hinter sich haben. Bisher sind laut Dänischem Rundfunk zwei Fälle der neuen Mutante in Dänemark erfasst worden.

Anlass zur moderaten Besorgnis

Das Staatliche Serum-Institut in Dänemark, eine Einrichtung zur Prävention von Infektionskrankheiten, sieht wegen der neuen Virusvariante zwar einen Anlass zur Sorge, aber lediglich zu einer mittelgroßen:
„Wir verfügen in Dänemark über ein gutes System zur Virusverfolgung und zum Nachweis von Infektionen. Dennoch wäre es uns lieber, diese Virusvariante wäre uns erspart geblieben“
Henrik Ullum
Direktor des Staatlichen Serum-Instituts gegenüber dem dänischen Rundfunk
Christian Wejse wagt jedoch die Prognose, wonach der mutierte Stamm weder Extra-Maßnahmen erfordere, um die Ausbreitung niedrig zu halten, noch ein Desaster sein oder die Pläne zur schrittweisen Lockerung der Corona-Maßnahmen im Land bedrohen werde.
Für eine Lappalie hält er die Mutante trotzdem nicht: „Wir müssen sie ernstnehmen und alles versuchen, damit sie nicht zur dominanten Variante wird“, sagte der Medizinprofessor. Es gehe nun darum, den neuen Virusstamm „einzukapseln“ und eine „effektive Virusverfolgung“ zu betreiben.
Gleichzeitig besteht aber auch die Sorge, die Impfstoffe würden in ihrer Wirkung geschwächt, je weiter sich das Virus von seiner Ursprungsvariante durch Mutation entfernt. Experte Wejse hält dennoch auch hier daran fest: Die gegenwärtig verfügbaren Vakzinen böten immer noch einen hohen Schutz gegen das Risiko einer ernsthaften Erkrankung.
Es sei darüber hinaus sehr wahrscheinlich, dass Corona zwar zu immer neuen, jedoch weitgehend ähnlichen Varianten mutieren werde: „Das Virus ist seit über einem Jahr im Umlauf mit Millionen Infizierten, dennoch haben wir bisher keine signifikanten Mutationen außer den bereits bekannten beobachtet. Ich denke, dies gibt uns eine gewisse Zuversicht in Bezug auf das, was uns noch erwarten könnte“, so Wejse.
Die dominante Corona-Variante in Dänemark ist derzeit die britische. Das Land verzeichnet 230.000 Infektionen bei 2400 Todesfällen. Große Teile des Landes befinden sich in einem Teil-Lockdown, der nach Regierungsplänen mit dem Fortschreiten der Impfkampagne aufgehoben werden soll.
Sars-CoV-2 - SNA, 1920, 06.03.2021
Strafe statt Lob: Deutscher Mediziner entwickelt Corona-Antigen und wird vom Staat angezeigt
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала