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Laschet will „Brückenlockdown“ im April – und wird im Netz durch den Kakao gezogen

© REUTERS / Pool / Tobias SchwarzCDU-Parteichef Armin Laschet
CDU-Parteichef Armin Laschet - SNA, 1920, 05.04.2021
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Angesichts der dritten Corona-Welle hat sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet am Montag laut der Nachrichtenagentur DPA für einen harten und kurzen Lockdown im April ausgesprochen.
Mit einem solchen „Brückenlockdown“ müsse die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien, sagte der CDU-Chef nach einem Besuch des Impfzentrums der Städteregion Aachen gemeinsam mit dem Präsidenten der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx.
Jens Spahn im Impfzentrum Messe in Berlin  - SNA, 1920, 05.04.2021
„Impfen verhindert nicht die dritte Welle“ – Spahn im Berliner Impfzentrum
Die Lage erfordere es, „dass wir nochmal in vielen Bereichen nachlegen und uns Richtung Lockdown bewegen“, so Laschet. Er sei sich bei seiner Einschätzung mit vielen Ministerpräsidenten, der Kanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einig. Es seien nun mehr Tempo und klare Entscheidungen notwendig.
Gebraucht würden weniger private Kontakte, hob der CDU-Vorsitzende mit Blick auf seine Forderung nach einem „Brückenlockdown“ hervor. Das könnten auch Ausgangsbeschränkungen in den Abend- und Nachtstunden bedeuten. Diese seien ein effektives Mittel, um Kontakte im privaten Raum zu reduzieren.
Zudem muss man sich Laschet zufolge auf das Notwendige bei Kitas- und Schulen fokussieren – bei gleichzeitiger Absicherung durch flächendeckende und eng getaktete Tests. Mehr müsse zudem im Bereich Homeoffice getan werden.
„Es sind immer noch viel zu viele Menschen in Bewegung zum Arbeitsplatz“, so der Politiker.
In den zwei bis drei Wochen des Lockdowns müsse die „Homeoffice-Offensive der Wirtschaft“ nochmals vorankommen. Dazu werde die Bundesregierung diese Woche nochmals mit den Wirtschaftsverbänden auch über Testungen sprechen. Es müsse zudem bei der Schließung der Gastronomie bleiben, außerdem müsse es im gesamten Freizeitbereich nochmals eine Reduzierung geben.
Laschet plädierte für ein Vorziehen der für den 12. April geplanten Runde von Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Konferenz müsse in dieser Woche in Präsenz tagen.
„Wir dürfen nicht wieder eine Ministerpräsidentenkonferenz erleben wie beim letzten Mal. Mit stundenlangen Diskussionen, mit stundenlangen Auszeiten.“
Für die vorgeschlagenen Anti-Corona-Maßnahmen erntete Laschet viel Spott im Internet. Der Politiker hatte am Mittwochabend in einer ZDF-Fernsehsendung gesagt, dass er über die Ostertage darüber nachdenken wolle, welche Maßnahmen die dritte Welle der Corona-Pandemie wirkungsvoll eindämmen könnten.
Nun erschienen viele kritische und spöttische Kommentare, viele mit dem Hashtag #laschetdenktnach versehen.
Einige User witzelten über den Begriff „Brückenlockdown“. Dieser ist laut der Twitterin unter dem Namen Kate Brady die „letzte Neuigkeit in Deutschlands Pandemie-Jargon“. Vorausgegangen seien „Lockdown, Lockdown Light, harter Lockdown“ und „weicher Lockdown“.
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