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Brexit erschwert deutschen Handwerkern Arbeit in Großbritannien

© AP Photo / Alberto PezzaliUS- und britische Flaggen
US- und britische Flaggen  - SNA, 1920, 05.04.2021
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Das Brexit-Handelsabkommen zwischen London und Brüssel belastet das Geschäft mit Großbritannien für deutsche Handwerker, berichtet DPA am Montag.
„Betriebe und ihre Mitarbeiter können aktuell nicht rechtssicher in Großbritannien auf einer Baustelle arbeiten“, sagte die Außenwirtschaftsexpertin der Handwerkskammer Düsseldorf, Marie-Theres Sobik. London hat zum 1. Januar den EU-Binnenmarkt und die Zollunion verlassen, was einen deutlichen Anstieg des bürokratischen Aufwands verursacht hat. Außerdem braucht man jetzt teure Visa.
„Alleine Visa zu beantragen für mehrere Mitarbeiter, kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit“, so Sobik. Vor allem für kleinere Handwerksunternehmen lohne es nicht, diesen Aufwand in Kauf zu nehmen. Betroffen seien Umbaumaßnahmen und Renovierungsarbeiten, oft für Privatkunden, aber auch Ladenbau oder Geschäftseinrichtungen für gewerbliche Auftraggeber. Zu den Ausnahmen gehören Maschinenbauer, die im Kaufvertrag die Installation oder Wartung vereinbart haben. Sie dürfen weiterhin Fachkräftevisafreinach Großbritannien einladen.
„Diese Arbeiten sind im Moment nicht ausführbar, weil die Vorgaben des Abkommens und die britischen Einreiseregeln nicht hergeben, dass man als ausländischer Dienstleister mit seinem Montagepersonal visafrei auf Baustellen oder an typischen Montageeinsatzorten tätig wird“, erklärte die Expertin.
Wie viele Betriebe davon betroffen sind, ist noch unbekannt.
LKW steht vor der Zollkontrolle in Dover, Januar 2021 - SNA, 1920, 26.03.2021
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Brexit

Großbritannien hat zu Beginn des Jahres die endgültige Abkopplung von der EU vollzogen. Es ist damit nicht mehr Teil des Binnenmarktes der EU. Zölle wurden zwar durch den mühsam ausgehandelten Brexit-Handelspakt weitestgehend vermieden, aber neue Kontrollen und andere Formalitäten erschweren deutlich die bisherigen Abläufe. So dauert beispielsweise die Abwicklung von Gütern an den Grenzen länger. Zudem gibt es für einige Produkte spezielle Beschränkungen.
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