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Bruch im jordanischen Königshaus: Regierung bestätigt Berichte über Verschwörung

© AFP 2021 / YOUSEF ALLANEin vom jordanischen Königspalast am 25. August 2020 veröffentlichtes Bild zeigt den jordanischen König Abdullah II. (C-R), der den irakischen Premierminister Mustafa al-Kadhemi (C-L) vor dem Gipfel in der Hauptstadt Amman begrüßt.
Ein vom jordanischen Königspalast am 25. August 2020 veröffentlichtes Bild zeigt den jordanischen König Abdullah II. (C-R), der den irakischen Premierminister Mustafa al-Kadhemi (C-L) vor dem Gipfel in der Hauptstadt Amman begrüßt. - SNA, 1920, 04.04.2021
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Nach mehreren Festnahmen wegen des Verschwörungsverdachts in Jordanien hat der Außenminister Ayman Safadi auf einer Pressekonferenz am Sonntag die Berichte über den Komplott bestätigt.
Nach den Worten von Safadi ist eine „heimtückische Verschwörung“ vereitelt worden. Der Geheimdienst habe zur „Stunde Null“ bestimmte Gespräche abgehört, sagte Safadi. Daraufhin sei klar geworden, dass sie von „Absicht und Planung zur Aktion übergegangen“ seien. 14 bis 16 Personen seien verhaftet worden.
Wie Reuters in der Nacht zum Sonntag meldete, haben jordanische Sicherheitskräfte mehrere Menschen festgenommen, die verdächtigt werden, einen Verschwörungsversuch gegen die Führung des Königreichs unternommen zu haben. Unter den Verhafteten seien der ehemalige Finanzminister Bassem Awadallah sowie das Mitglied des Königshauses Scharif Hassan Ben Said, teilte Armeechef Jussef Huneiti am Samstagabend über die Staatsmedien mit.
Jordaniens ehemaliger Kronprinz Hamsa (Archivbild) - SNA, 1920, 04.04.2021
Verschwörungsverdacht: Mehrere Festnahmen in Jordanien – Ex-Kronprinz unter Hausarrest
Es gab zunächst Berichte, dass auch der ehemalige Kronprinz Hamsa bin Hussein ebenfalls festgenommen worden sei, Huneiti wies sie aber zurück. Hamsa selbst sagte in einem der BBC zugespielten Video, er stehe unter Hausarrest. Man habe ihm gesagt, er dürfe zu niemandem Kontakt aufnehmen. Er sei nicht Teil irgendeiner ausländischen Verschwörung, sagte der Halbbruder von König Abdullah in dem Video, in dem er das Herrschaftssystem als korrupt bezeichnete.
Die Staatsagentur Petra meldete am Samstag, Prinz Hamsa sei weder festgenommen noch unter Hausarrest gestellt worden.
Der Außenminister Safadi gab an, dass bei der Untersuchung eine Verbindung zwischen Awadallah und der sogenannten Opposition im Ausland festgestellt worden sei. Prinz Hamsa habe wiederum mit Awadallah kommuniziert. Die jordanischen Streitkräfte hätten zusammen mit Geheimdiensten die Aktionen des Ex-Kronprinzen und der Inhaftierten seit langer Zeit genau beobachtet, da ihre Aktivitäten darauf abzielten, die Sicherheit und Stabilität des Königreichs zu untergraben.
Die Situation sei inzwischen unter Kontrolle, diese Aktionen seien im Keim erstickt worden, hieß es weiter. Kein Vertreter der Armeeführung sei festgenommen worden.
2004 setzte König Abdullah II. Prinz Hamsa als Thronfolger ab - und ernannte später seinen eigenen Sohn zum neuen Kronprinzen. In einem Dekret hieß es damals, König Abdullah II. wolle seinen 24-jährigen Halbbruder von den „Zwängen“ seiner Position befreien, um ihm andere Möglichkeiten zu geben.
Saudi-Arabien, Ägypten und andere arabische Länder drückten ihre Unterstützung für König Abdullah II. aus. US-Außenamtssprecher Ned Price bezeichnete den Monarchen als „Schlüsselpartner“ der USA, der die „volle Unterstützung“ der Vereinigten Staaten habe.
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