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100 Jahre nach Nazispielen: Gemeinsame Olympia-Bewerbung von Berlin und Tel Aviv gefordert – Medien

CC BY-SA 4.0 / Stadtmuseum Berlin / Wikimedia Commons (cropped)Olympische Sommerspiele in Berlin 1936
Olympische Sommerspiele in Berlin 1936 - SNA, 1920, 03.04.2021
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Zwei deutsche Sportfunktionäre haben eine Idee entwickelt, wonach sich Berlin und Tel Aviv gemeinsam um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2036 bewerben und damit 100 Jahre nach Olympia 1936 ein Signal des Friedens setzen sollen.
Es ist ein Vorschlag von Richard Meng, dem Präsidenten der Deutschen Olympischen Gesellschaft Berlin, und Frank Kowalski, dem Geschäftsführer und Organisationschef der Leichtathletik-EM Berlin 2018, den diese in einem gemeinsamen Gastbeitrag unter dem Titel „Olympia größer denken“ für die „Berliner Morgenpost“ (Samstag) präsentiert haben.
2036 sei „wahrlich nach den Nazispielen von 1936 ein schwieriges Datum für Deutschland und Berlin“, schrieben Meng und Kowalski. Man könne das aber auch umgekehrt sehen. Gerade 2036 ließe sich zeigen, was sich geändert habe und noch ändern müsse.
„Warum also nicht 2036 ein völlig neues, ein starkes Signal des Friedens und der Versöhnung setzen? Ein Signal, das die historische Belastung nicht verdrängt, sondern die daraus erwachsende Verantwortung aufgreift?“, fragen die Autoren. „Ein solches Signal wäre es, wenn sich Deutschland und Israel gemeinsam bewerben, genauer: Berlin und Tel Aviv.“ Dies sei ein „klares Signal, wie aus Verantwortung Verpflichtung entsteht“.
Meng und Kowalski räumen aber ein: „Es ist eine Vision, noch nicht mehr.“ Dennoch könnten gerade Berlin und Tel Aviv, „zwei liberale und pulsierende Metropolen“, gemeinsam für einen „anderen Spirit stehen, für Perspektive über die Gegenwart hinaus“.
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