Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Athen: Von Kriegsschiffen begleitete Migranten sind keine Flüchtlinge

© AP Photo / Pablo ToscoMigranten bei lebensgefährlicher Überfahrt nach Europa (Archiv)
Migranten bei lebensgefährlicher Überfahrt nach Europa (Archiv) - SNA, 1920, 03.04.2021
Migranten bei lebensgefährlicher Überfahrt nach Europa (Archiv)
Abonnieren
Der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis hat gegenüber dem griechischen Nachrichtensender Skai den Zwischenfall mit Flüchtlingen und der türkischen Küstenwache in der Ägäis kommentiert, berichtet der Sender am Samstag.
Bei den Migranten in Schlauchbooten, die nach griechischen Angaben am Freitag versucht hätten, in griechische Gewässer zu kommen, und dabei von türkischen Patrouillenbooten gelotst worden seien, handle es sich um keine Flüchtlinge, zitiert der Sender den Minister.
„Die Genfer Flüchtlingskonvention betrifft Menschen, die vor Gefahren fliehen. Nicht Menschen, die von einem Nachbarstaat bei der Überfahrt unterstützt werden“, sagte Mitarakis.
Er betonte, dass der Vorfall keine bilaterale Angelegenheit sei, sondern die ganze Europäische Union betreffe. Athen werde am Montag einen offiziellen Brief an die EU-Kommission richten.
Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko - SNA, 1920, 01.04.2021
USA: Schmuggler lassen Kinder von meterhoher Grenzmauer fallen
Nach Darstellung Griechenlands soll ein Schiff der türkischen Kriegsmarine die versuchte Übersetzung von rund 300 Migranten koordiniert haben, meldet die Nachrichtenagentur DPA. Auch Drohnen seien eingesetzt worden.
Die griechische Wasserpolizei verhinderte nach eigenen Angaben, dass die Boote in griechische Gewässer gelangten, woraufhin die türkische Küstenwache die Migranten schließlich aufgenommen und zurück zur türkischen Küste gebracht habe.
In Athen wird vermutet, dass die Aktion mit einer für Dienstag geplanten Reise von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel in die Türkei zusammenhänge. Präsident Recep Tayyip Erdogan wolle demonstrieren, was geschehen könnte, wenn die EU türkischen Forderungen nicht nachkomme, zitiert die Agentur Politikexperten in Griechenland.
Flüchtlingslager auf Lesbos - SNA, 1920, 28.03.2021
Griechenland soll künftig weniger EU-Geld für Migranten bekommen – Medien
2015 gelangten Hunderttausende Migranten aus der Türkei nach Griechenland. Die große Mehrheit von ihnen zog nach Mitteleuropa weiter. Im Flüchtlingspakt mit der EU vom Jahr 2016 verpflichtete sich Ankara unter anderem dazu, gegen unerlaubte Migration von der Türkei in die EU vorzugehen. Dafür unterstützt die EU die türkische Regierung finanziell.
Sind Sie in den sozialen Netzwerken aktiv? Wir auch! Werden Sie SNA-Follower aufTelegram,TwitteroderFacebook! Für visuelle Inhalte abonnieren Sie SNA beiInstagramundYouTube!
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала