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Für zweite Impfdosis: Stiko empfiehlt Astrazeneca-Immunisierten anderes Vakzin

© REUTERS / FABIAN BIMMERImpfdosen mit AstraZeneca-Vakzine wird in einem Impfzentrum in Grevesmühlen gezeigt
Impfdosen mit AstraZeneca-Vakzine wird in einem Impfzentrum in Grevesmühlen gezeigt - SNA, 1920, 02.04.2021
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Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut hat Menschen unter 60 Jahren, denen die erste Astrazeneca-Dosis gespritzt worden ist, nahegelegt, für die zweite Impfung gegen Covid-19 ein anderes Präparat zu wählen.
In einem am Donnerstag veröffentlichten Beschlussentwurf der Stiko betonte die Kommission unter anderem, dass eine begonnene Grundimmunisierung nach derzeitigem Erkenntnisstand mit dem gleichen Produkt abgeschlossen werden müsse. Eine Ausnahme gelte bei Personen im Alter unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit dem Corona-Vakzin von Astrazeneca erhalten haben.
„Für diese Personen wird empfohlen, anstelle der zweiten Astrazeneca-Dosis zwölf Wochen nach der Erstimpfung eine Dosis eines mRNA-Serums zu verabreichen“, heißt es im Dokument. Hintergrund sei, dass der durch eine einmalige Astrazeneca-Verabreichung erzielte Schutz nach zwölf Wochen abzunehmen beginne.
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurde mit Stand Donnerstag 2,85 Millionen Menschen in Deutschland die erste Impfdosis des Astrazeneca-Präparats verabreicht. Die zweite des britisch-schwedischen Herstellers haben demnach lediglich 1997 Menschen erhalten. Die Deutsche Presse-Agentur machte jedoch darauf aufmerksam, dass auch die über 60 Jahre alten Geimpften in diesen Angaben inbegriffen seien, für die die Empfehlung für eine Zweitimpfung mit einem anderen Vakzin nicht gilt.

„Der naheliegende Ausweg ist, es gar nicht zu probieren“: Stiko-Vorsitzender rät zur mRNA-Impfung

Laut dem Stiko-Vorsitzenden Thomas Mertens könnte man über das Risiko einer zweimaligen Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin derzeit nur spekulieren: Bislang hätten nur sehr wenige Menschen bereits beide Spritzen erhalten, argumentierte er in einem Interview mit dem „Spiegel“, das am Donnerstagabend veröffentlicht wurde.
„Der naheliegende Ausweg ist aus meiner Sicht, es gar nicht zu probieren, sondern zur Sicherheit eben als Alternative einen RNA-Impfstoff zu geben“, äußerte er.
Astrazeneca (Symbolbild) - SNA, 1920, 31.03.2021
Nach erneuter Einschränkung: Astrazeneca betont Nutzen des Impfstoffs
Mit Blick auf eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Vakzin sagte Mertens: „Tierexperimentelle Daten zeigen, dass die Immunreaktion nach heterologer (zweiter) Impfung gleich ausfällt“. Man müsse noch wissenschaftlich klären, wie gut der Schutz dann beim Menschen sei, sagte er. „Ich hoffe, dass dazu bald Daten vorliegen.“
In Deutschland wurden bislang die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen.
Bei mRNA-Impfstoffen handelt es sich um eine völlig neue Art von Vakzinen, die im Zuge der Corona-Pandemie erstmals für die Anwendung bei Menschen zugelassen wurden. Die sogenannte Boten-RNA in Impfstoffen liefert einen Teil der Erbinformation des Virus in die menschlichen Zellen, um eine Abwehrreaktion des Körpers hervorzurufen und ihn so gegen eine spätere Infektion zu wappnen.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn - SNA, 1920, 01.04.2021
„Jeden schützen, den wir schützen können“: Spahn besteht auf Verimpfung aller Astrazeneca-Dosen
Bund und Länder waren am Dienstag der Empfehlung der Stiko gefolgt, das Astrazeneca-Mittel in der Regel nur noch Menschen über 60 Jahren verabreichen zu lassen. Grund dafür waren 31 gemeldete Verdachtsfälle einer Hirnvenenthrombose, neun davon mit tödlichem Ausgang. Experten vermuten, dass das sehr geringe Risiko nur junge Menschen betrifft.
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