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Schlechter Aprilscherz: Tausende kommen in Brüsseler Park zusammen – Polizei setzt Wasserwerfer ein

© AFP 2021 / FRANCOIS WALSCHAERTSPolizei in Brüsseler Park Bois de la Cambre setzt Wasserwerfer gegen Menschenmenge ein
Polizei in Brüsseler Park Bois de la Cambre setzt Wasserwerfer gegen Menschenmenge ein - SNA, 1920, 02.04.2021
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Die Polizei in Brüssel hat Wasserwerfer eingesetzt, um eine mehrere Tausend starke Menschenmenge aufzulösen, die sich im Park Bois de la Cambre trotz der Corona-Beschränkungen am Donnerstagabend versammelt hatte. Dies melden internationale Nachrichtenagenturen.
Am Donnerstag kamen etwa 5000 junge Belgier im Park zu einer Musikveranstaltung zusammen, die zuvor in sozialen Medien angekündigt worden war. Angesichts der geltenden Corona-Einschränkungen, die mit einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu tun haben, wurde das sogenannte „Festival“ von der Stadtverwaltung nicht genehmigt.
Obwohl sich die Veranstaltung Medienberichten zufolge offenbar als ein Aprilscherz erwies, weigerten sich die Menschen, die Parkanlage zu verlassen, und verhielten sich aggressiv gegenüber der Polizei.
Schließlich zerstreuten die Ordnungshüter die Menge unter Einsatz von Wasserwerfern. Die Polizei forderte über Lautsprecher die Menschen auf, nicht gegen die Einschränkungsvorschriften zu verstoßen und auseinander zu gehen.
Dabei kam es zu Krawallen: Flaschen und Stöcke flogen in Richtung der Polizei. Gegen 21 Uhr beruhigte sich die Lage. Mehrere Krankenwagen trafen ein, um Verletzte ins Krankenhaus zu bringen. Wie die Nachrichtenagentur Belga am Donnerstagabend unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichtete, wurden bei dem Polizeieinsatz im Park mindestens 26 Beamte verletzt.
Am Vorabend hatte ein Gericht der ersten Instanz in Brüssel den Staat verpflichtet, die Einschränkungsmaßnahmen angesichts der „fehlenden Rechtsbasis“ innerhalb von 30 Tagen aufzuheben. Die Regierung reichte eine Berufung gegen diese Entscheidung ein.

Corona-Lage und Einschränkungsmaßnahmen in Belgien

Angesichts der Osterferien beschlossen die belgischen Behörden eine Verschärfung der Corona-Einschränkungen, um einen Anstieg des Covid-19-Infektionsgeschehens zu verhindern. Die Schüler wurden bis einschließlich 25. April in den Distanzunterricht versetzt. Touristische Reisen außerhalb des Landes, auch in die benachbarten EU-Länder, sind weiterhin verboten. Die Behörden haben versprochen, strengere Grenzkontrollen durchzuführen, bei Verstößen sind Geldstrafen vorgesehen.
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Die Corona-Infektionszahlen in Belgien waren in den vergangenen Wochen dramatisch angestiegen. Inzwischen liegt die 14-Tage-Inzidenz offiziellen Angaben zufolge bei etwa 558 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner. Schon im Herbst hatte das Land mit 11,5 Millionen Einwohnern zeitweise eine der höchsten Corona-Infektionsquoten in Europa verzeichnet.
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