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Keine genderneutrale Sprache benutzt: Student an Uni Kassel bekommt Punktabzug

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Student (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.04.2021
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An der Universität Kassel ist ein Streit um gendergerechte Sprache entbrannt: Ein Student ist nach eigener Aussage schlechter benotet worden, weil er in einer Arbeit ausschließlich das generische Maskulin verwendet hatte. Über den Vorfall berichtete die „Hessische Niedersächsische Allgemeine“.
„Im Sinne der Lehrfreiheit steht es Lehrenden grundsätzlich frei, die Verwendung geschlechtergerechter Sprache als ein Kriterium bei der Bewertung von Prüfungsleistungen heranzuziehen“, heißt es auf der Webseite der Universität Kassel. Die Lehrkräfte müssen die Sanktionen jedoch rechtzeitig ankündigen und dabei auf Verhältnismäßigkeit achten.
So hat der 20-jährige Lehramtsstudent Lukas Honemann einen Punktabzug erhalten, weil er in einer Arbeit nur die männliche Wortform benutzt hatte. An der Uni gebe es auch Dozenten, so Honemann, die selbst dann schlechtere Noten gäben, wenn man per Fußnote klarstelle, dass in der Hausarbeit stets alle Geschlechter gemeint seien. Honemann klagt, dass etwa in den Gesellschaftswissenschaften Gendersprache verpflichtend sei. Die Entscheidung, ob man in seinen Arbeiten gendert oder nicht, muss nach Ansicht des Studenten aber freiwillig bleiben.
Die Universität betonte wiederum, es habe bislang „keine Beschwerden dazu gegeben“. „Dieses Vorgehen wird an der Universität auch nicht als Problem thematisiert“, zitiert die Zeitung Sylke Ernst, Leiterin der Stabsstelle Gleichberechtigung.

Verein Deutsche Sprache will Gerichtsprozesse gegen Uni Kassel finanzieren

Viele Kritiker finden es problematisch, wenn die gendergerechte Sprache in die Notengebung einfließe. Der Rechtswissenschaftler Christoph Gröpl hält das Vorgehen der Uni sogar für „rechtlich unvertretbar“.
Auch Walter Krämer, der als Vorsitzender des Vereins Deutsche Sprache seit Jahren gegen die geschlechtergerechte Sprache kämpft, kritisierte das Vorgehen. Krämer moniert, dass Studenten nicht nur in Kassel „mit allen möglichen Methoden drangsaliert werden“. Betroffenen, die gegen die Uni klagen wollen, wolle sein Verein den Prozess finanzieren, sagte Krämer gegenüber der Zeitung.
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