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Zwei Personen wegen Spionageverdachts für Russland in Italien festgenommen

Polizei (Symbolbild) - SNA, 1920, 31.03.2021
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Italienische Geheimdienste haben laut der Zeitung „La Repubblica“ zwei Personen wegen des Verdachts der Spionage für Russland festgenommen. Es geht um einen hochrangigen Offizier der italienischen Flotte und einen Vertreter der russischen Botschaft.
Die Inhaftierung fand statt, als der Italiener Geheimdokumente an den russischen Offizier im Austausch gegen Geld weitergab. Die Operation wurde nach einer langwierigen Untersuchung durchgeführt, an der das italienische Amt für Informationen und innere Sicherheit, die Spezialeinheit der italienischen Carabinieri (GIS), Vertreter des Geheimdienstes und des Verteidigungshauptquartiers des Landes teilnahmen.
Der italienische Außenminister, Luigi Di Maio, hat laut einem Facebook-Beitrag dem russischen Botschafter Sergei Razow den Protest der italienischen Regierung im Zusammenhang mit der Inhaftierung eines russischen Offiziers wegen Spionagevorwürfen übermittelt und die Ausweisung von zwei russischen offiziellen Personen angekündigt.
Wie die Zeitung aus der Pressemitteilung der Polizeieinheit ROS der italienischen Carabinieri zitiert, erklärte sich der italienische Offizier bereit, Geheimangaben gegen Geld zu tauschen, weil er „wahrscheinlich mit ernsthaften Problemen in der Familie konfrontiert war“.
Inzwischen hat die russische Botschaft in Italien die Festnahme eines Mitarbeiters bestätigt.
„Die Umstände des Vorfalls werden untersucht. Wir glauben, dass es momentan unangebracht ist, einen Kommentar abzugeben. Auf jeden Fall hoffen wir, dass das, was passiert ist, die bilateralen Beziehungen zwischen Russland und Italien nicht beeinträchtigt“, hieß es in einer Erklärung der Botschaft.

"Feindlicher Akt"

Nach der Festnahme des russischen Diplomaten berief das italienische Außenministerium den russischen Botschafter ein. Italien betrachtet die Situation laut Di Maio als „äußerst schwerwiegende feindliche Handlung“.
„Dies ist ein äußerst ernster feindlicher Akt, deshalb haben wir sofort die notwendigen Maßnahmen ergriffen“, erklärte er am Mittwoch.
Di Maio sagte auch, dass Rom „den Wert und das Gewicht Russlands bei der Lösung regionaler Krisen nicht ignorieren“ könne, gleichzeitig aber verstehen müsse, dass „sowohl durch Moskau als auch Peking Herausforderungen und manchmal Bedrohungen bestehen können“.
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