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Unerklärliche Hirnkrankheit stellt kanadische Ärzte vor Rätsel

Kanadische Ärzte - SNA, 1920, 31.03.2021
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Gedächtnisverlust, eingeschränktes Sehvermögen und Halluzinationen sind nur einige der Symptome einer im Südosten Kanadas verstärkt auftretenden Krankheit. Die Behörden wollen Klarheit darüber schaffen, doch die Ärzte haben bisher keine eindeutigen Antworten.
Die offiziellen Stellen in der Region New Brunswick wollen Antworten haben, Ärzte aber erklären, bislang gebe es viel mehr Fragen zu dieser Krankheit als klare Erkenntnisse. Man solle jedoch nicht in Panik verfallen.
43 Fälle einer unerklärlichen Hirnkrankheit sind in dieser Region im Südosten Kanadas im Verlauf von gut einem Jahr registriert worden, wie die Zeitung „The Guardian“ berichtet. Die Symptome erinnern stark an die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, erste Untersuchungen aber lassen die Annahme von einer Prionen-Erkrankung ausschließen.
Erste Patienten hatten über unerklärliche Schmerzen, Krämpfe und auffällige Verhaltensänderungen geklagt: alles Anzeichen einer Angststörung oder Depression. Nach 18 bis 36 Monaten stellten sich allerdings Symptome wie der Verlust kognitiver Funktionen, Muskelschwund, verstärkter Speichelfluss und Zähneklappern bei den Erkrankten ein. Einige Patienten gaben überdies an, Halluzinationen erlebt zu haben: Ein Gefühl von krabbelnden Insekten auf der Haut.
Die Mediziner stehen vor einem Rätsel, während die Krankheit letztes Jahr schon deutlich häufiger auftrat als noch im Jahr zuvor. 2015 hatte es laut „The Guardian“ nur einen einzigen Fall gegeben, 2019 waren es schon elf und das Jahr darauf bereits 24 Fälle. „Wir haben in den letzten 20 Jahren keine neurologische Erkrankung mit vergleichbarer Diagnoseresistenz erlebt“, sagt Michael Coulthart, einer der führenden Neurologen Kanadas, laut dem Blatt.
Arzt (Symbolbild) - SNA, 1920, 31.03.2021
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Die meisten Fälle sind auf der Akadischen Halbinsel, einem relativ dünn besiedelten Landstrich in New Brunswick, registriert worden. Umso besorgter sind die Ärzte: Die 43 Fälle, die seit über einem Jahr gezählt worden sind, kommen auf keine 800.000 Einwohner in der gesamten Region.
„Wir wissen nicht, was die Ursache ist“, sagt Dr. Alier Marrero, der Neurologe, der die Untersuchungen in New Brunswick leitet. „Alles, was wir zu diesem Zeitpunkt haben, sind mehr Patienten mit diesem Syndrom.“ Marrero und sein Team schließen jedoch nicht aus, dass die Krankheit nicht auf eine Infektion, sondern auf Umweltfaktoren zurückzuführen sei.
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