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Frankreich verkündet landesweiten Corona-Lockdown für vier Wochen

© SNA / Aleksey Vitvitski / Zur BilddatenbankFrankreichs Präsident Emmanuel Macron (Archivfoto)
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (Archivfoto) - SNA, 1920, 31.03.2021
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Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verhängt Frankreich ab 3. April erneut harte Beschränkungen für vier Wochen. Auch die Schulen sollen vorübergehend geschlossen bleiben, gab Präsident Emmanuel Macron am Mittwochabend in einer Fernsehansprache bekannt.
Von Ostersamstag an müssen im ganzen Land nicht lebensnotwendige Läden geschlossen bleiben. Außerdem gibt es strenge Bewegungseinschränkungen. Erstmals im laufenden Schuljahr bleiben auch die Schulen zu. Der Präsident hatte immer wieder betont, dies solange wie möglich verhindern zu wollen.
Im ganzen Land sollen nach dem Osterwochenende nun die Schulen einheitlich für drei Wochen geschlossen sein. Zunächst gibt es eine Woche lang Distanzunterricht, gefolgt von zwei Wochen Frühlingsferien für alle. Die Schulen waren in Frankreich bisher nur während des ersten strengen Lockdowns im vergangenen Frühjahr geschlossen.

Bewegungseinschränkungen und Ausgangssperre gelten nun landesweit

Bislang waren in den Regionen unterschiedliche Regelungen geplant. Im gesamten Land gelten vom Wochenende an auch Bewegungseinschränkungen – so dürfen sich die Menschen etwa für Spaziergänge oder Sport nicht weiter als zehn Kilometer von ihrer Wohnung fortbewegen.
Diese Regelungen galten bereits in weiten Teilen des Landes. Im Vergleich zu den Restriktionen im vergangenen Frühjahr oder Herbst sind sie deutlich weniger strikt. Damals gab es einen Bewegungsradius von lediglich einem Kilometer. Weiterhin soll auch die abendliche Ausgangssperre ab 19.00 Uhr gelten. Später dürfen die Menschen nur noch mit triftigem Grund vor die Tür - einkaufen oder Spaziergänge gehören nicht dazu.

Hoffnung auf baldige Öffnungen

Macron sagte, man könne bei jeder Etappe der Epidemie sagen, dass Fehler begangen worden seien.
„All das ist wahr. Aber ich weiß eines: Wir haben durchgehalten, wir haben gelernt, und wir haben uns jedes Mal verbessert.“
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (Archivfoto) - SNA
Emmanuel Macron
Frankreichs Präsident
Unternehmen sollen künftig nun noch mehr auf Home Office setzen. Macron machte außerdem Hoffnung auf vorsichtige Öffnungen. Mitte Mai sollen die Außenbereiche der Gastronomie und einige Kulturstätten nach und nach wieder öffnen. Außerdem sollen die Intensivbetten in den Krankenhäusern von 7000 auf 10.000 aufgestockt werden.
In Frankreich gab es bisher zwei Lockdowns, sogenannte Confinements – einen im vergangenen Frühjahr und einen im Herbst. Nach dem Confinement Ende des letzten Jahres blieben Theater, Museen, Restaurants oder Bars aber weiterhin geschlossen. Teilweise gab es auch sogenannte Wochenend-Lockdowns in besonders betroffenen Regionen. Wer nun in eine Region wechseln und sich dort isolieren wolle, könne das am Osterwochenende tun, sagte Macron.

Corona-Lage in Frankreich

Die Corona-Situation im Land hatte sich in den vergangenen Wochen noch einmal deutlich verschärft. Vor allem Krankenhäuser im Großraum Paris schlagen massiv Alarm, weil die Intensivstationen überfüllt sind. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwoher binnen einer Woche lag landesweit zuletzt bei gut 375. Deutschland hatte Frankreich vergangene Woche als Hochinzidenzgebiet eingestuft und die Einreisebestimmungen verschärft. In dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern starben bisher mehr als 95.000 erkrankte Menschen.
Virologe Christian Drosten - SNA, 1920, 31.03.2021
Virologe Drosten rät zu „Holzhammer-Lockdown“: Situation sehr ernst und kompliziert
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