„Von USA aufgezogener Papagei“: Kim Yo Jong übt Kritik an Südkoreas Präsident

© AP Photo / Lee Jin-manKim Yo Jong
Kim Yo Jong  - SNA, 1920, 30.03.2021
Die Schwester des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Un, Kim Yo Jong, hat den südkoreanischen Staatschef Moon Jae-in vehement kritisiert. Dies meldet am Dienstag die Zentrale Koreanische Nachrichtenagentur (KCNA).
„Jedes Mal, wenn ich die Rhetorik aus Südkorea (…) höre, bin ich sprachlos, besonders, wenn der südkoreanische Staatschef persönlich etwas über uns über ein Mikrophon vor dem Publikum äußert“, verlautet es aus dem Statement von Kim Yo Jong. Seine Rede bei der sogenannten Zeremonie zum Tag für die Verteidigung des Westmeers am 26. März habe die nordkoreanische Bevölkerung sichtlich verwundert.
Moon hatte während dieser Rede die nordkoreanischen Raketenstarts kritisiert und geäußert, diese würden die Situation erschweren. Auch hatte er betont, dass Süd- und Nordkorea sowie die USA den Dialog fortsetzen sollten und versprochen, dauerhaften Frieden zu schaffen.
„Unverschämter geht es nicht“, so die Schwester des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Un.
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Sie verwies darauf, dass am 23. Juli 2020 Moon Jae-in das Institut für die Verteidigungsforschung besucht und unterschiedliche Bewaffnungen gelobt sowie über die Entwicklung einer ballistischen Rakete gesprochen habe, die dazu in der Lage sei, den Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu schützen.
Die Politikerin erläuterte, was Moon Jae-in damit gemeint haben könnte. Nämlich, dass die Starts der ballistischen Raketen durch das südkoreanische Institut für die Verteidigungsforschung auf den Frieden und Dialog auf der koreanischen Halbinsel abzielen würden, während die Tests des nordkoreanischen Instituts für die Verteidigungsforschung etwas Unerwünschtes seien und ernste Besorgnis hevorriefen.
Den südkoreanischen Staatschef bezeichnete Kim Yo Jong als einen „von den USA aufgezogenen Papagei“, der „nicht einmal eine elementare Logik oder ein Gesicht besitzt“.
Ein solches „unlogisches und schamloses Benehmen Südkoreas“ gleiche der „gangsterartigen Logik der USA“, die das Recht Nordkoreas auf Selbstverteidigung als Verletzung der UN-Resolutionen und Bedrohung für die internationale Gemeinschaft betrachten würden.
Nordkorea hatte am 25. März zwei ballistische Raketen getestet. Die Behörden des Landes brachten die Starts mit Bedrohungen seitens der USA und Südkoreas in Zusammenhang und behaupteten, dass es sich bei dem Vorgehen Nordkoreas um Selbstverteidigung handele.
Tests mit ballistischen Raketen sind Nordkorea aufgrund von UN-Resolutionen untersagt, Tests von Marschflugkörpern sind hingegen nicht verboten. Ballistische Raketen können je nach Bauart auch mit einem atomaren Sprengkopf bestückt werden. Wegen seines Atomwaffenprogramms ist Nordkorea internationalen Sanktionen unterworfen.
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