„Ifo“-Institut: Unternehmen wollen mehr einstellen, aber die Deutschen wollen weniger arbeiten

CC BY-SA 3.0 / Carl Steinbeißer / Wikimedia Commons„Ifo“-Institut (Archivbild)
„Ifo“-Institut (Archivbild) - SNA, 1920, 30.03.2021
Trotz des Lockdowns wollen viele Unternehmen in Deutschland neue Mitarbeiter einstellen. Vor allem im Industriesektor setzt sich laut dem „Ifo“-Institut der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt deutlich fort. Gleichzeitig sinkt einer weiteren „Ifo“-Studie zufolge die Bereitschaft in der Bevölkerung, länger zu arbeiten.
Die „starke Industriekonjunktur“ motiviere Firmen zu ersten Neueinstellungen. Insbesondere suchten Firmen vermehrt in der Elektroindustrie neue Mitarbeiter, teilte das Münchner „Ifo“-Institut am Dienstag mit. Das monatliche „Ifo-Beschäftigungsbarometer“ sei auf 97,6 Punkte gestiegen. Das ist der höchsten Stand seit Februar 2020. Das „Beschäftigungsbarometer“ beruht auf einer monatlichen Umfrage unter 9000 Unternehmen.
Auch in der Dienstleistungsbranche hätten sich die Beschäftigungserwartungen verbessert. Die positive Entwicklung werde getrieben von Logistikunternehmen und IT-Firmen. Immer noch keine guten Nachrichten gibt es aus dem Einzelhandel. Die Branche leidet weiterhin spürbar an den Corona-Maßnahmen und baut weiter Mitarbeiter ab.

Deutsche wollen Arbeitszeit reduzieren

Gleichzeitig zeigt eine weitere Studie des Münchener Wirtschaftsinstituts, dass Arbeitnehmer ihre persönliche Arbeitszeit gern reduzieren würden. 50 Prozent der Männer und 41 Prozent der Frauen arbeiten laut den Forschern mehr, als sie gern würden. In einer Untersuchung für die „Bertelsmann-Stiftung“ wurden Daten des Sozioökonomischen Panels und des Panels Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung analysiert - zweier Langzeitbefragungen. Männer arbeiten laut den Autoren im Schnitt 41 Stunden in der Woche und wünschen sich 37 Stunden, Frauen arbeiten im Durchschnitt 32 Stunden und wünschen sich 30.
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