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Bruch zweier Halswirbel: Frau stirbt bei Polizeieinsatz im mexikanischen Tulum

© REUTERS / Jose CabezasProteste nach Polizeigewalt in Mexiko
Proteste nach Polizeigewalt in Mexiko - SNA, 1920, 30.03.2021
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In der an der Karibikküste der mexikanischen Insel Yukutan gelegenen Stadt Tulum ist eine Frau bei einem Polizeieinsatz uns Leben gekommen. Der Vorfall, der an das Schicksal des US-Amerikaners George Floyd erinnert, sorgte internationalen Nachrichtenagenturen zufolge für Aufsehen.
Am 28. März wurde eine Frau aus zunächst ungeklärten Gründen von einer Polizeipatrouille in Tulum festgesetzt. Im Netz tauchten Aufnahmen auf, die zeigten, wie die Frau mit verbundenen Händen auf dem Bauch neben einem Streifenwagen auf der Straße liegt. Eine Polizeibeamtin kniet auf ihrem Rücken, die Frau schreit. Später legen Polizisten ihren regungslosen Körper auf die Ladefläche eines Pickup-Wagens. Internationale Medien verglichen die jüngsten Szenen mit dem Fall des Afroamerikaners George Floyd, dem ein Polizeieinsatz in den USA im Mai 2020 das Leben gekostet hatte.
Laut dem Innenministerium Mexikos war die betroffene Frau eine Migrantin aus El Salvador mit dem Namen Victoria Esperanza Salazar Arriaza. Die 36-Jährige, die Medienberichten nach zwei Kinder hinterlässt, hielt sich seit drei Jahren legal im Land auf.
Am Montag erklärte der Bürgermeister von Tulum, Viktor Mas Tah, dass der Chef der Stadtpolizei des Amtes enthoben worden sei.
„Sie wurde brutal behandelt und umgebracht“, äußerte sich Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador zu dem Fall. Sein Kollege in El Salvador, Nayib Bukele, forderte eine harte Bestrafung der Verantwortlichen.
Die vier beteiligten Beamten hätten bei ihrer Festnahme unverhältnismäßige Gewalt angewendet und seien wegen des Verdachts auf Femizid, also wegen des Mordes an einer Frau aufgrund ihres Geschlechts, festgenommen worden, informierte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Quintana Roo.
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Laut der Autopsie hat der Bruch zweier Halswirbel zum Tod der Frau geführt.

Fall George Floyd

Der Afroamerikaner George Floyd war am 25. Mai nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) gestorben. Der 46-jährige kam ums Leben, nachdem ein Polizist sein Knie minutenlang an den Hals des Schwarzen gedrückt hatte. Floyd hatte mehrfach um Hilfe gefleht, bevor er das Bewusstsein verlor, wie ein Video festgehalten hatte. Der Mann wurde bei seiner Ankunft im Krankenhaus für tot erklärt.
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