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Nur FFP2-Masken erlaubt und Testpflicht für Einzelhandel und Arbeit: Berlin verschärft Corona-Regeln

© REUTERS / HANNIBAL HANSCHKETestzentrum in Berlin, 29. März 2021
Testzentrum in Berlin, 29. März 2021 - SNA, 1920, 29.03.2021
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Der Berliner Senat hat am heutigen Montag die neuen Corona-Regeln veröffentlicht, die am 31. März in Kraft treten. Demnach dürfen bald alle Einkäufe außerhalb der Grundversorgung nur noch mit negativem Corona-Test erfolgen und statt medizinischer gilt FFP2-Masken Pflicht.
So muss es demnächst im Einzelhandel mit Ausnahme von Stellen der Grundversorgung nicht mehr Click & Meet, also Shopping mit Termin, sondern Test & Meet heißen. Alle Kunden werden verpflichtend, vor Betreten ein tagesaktuelles, negatives Testergebnis vorzuweisen. Betreibende von Kaufhäusern und Einkaufszentren sind angehalten, für die Besucher Testmöglichkeiten zu organisieren. Die gleiche Vorgehensweise soll auch für Friseursalons und andere körpernahe Dienstleistungen bzw. für den Besuch kultureller Einrichtungen wie Museen, Galerien und Gedenkstätten gelten – mit der Ausnahme, dass die Besucher die Schnelltests offenbar selbstständig besorgen müssen.

50 Prozent im Home-Office und wenigstens zwei Schnelltests pro Woche

Auch wird von gewerblichen und öffentlichen Arbeitgebern „grundsätzlich“ erwartet, dass maximal 50 Prozent der eingerichteten Büroarbeitsplätze in einer Arbeitsstätte zeitgleich genutzt werden – mit Ausnahme der Tätigkeiten, die aus zwingenden Gründen in der Arbeitsstätte selbst ausgeführt werden müssen oder etwa mit einer nötigen Betreuung verbunden sind.
Verpflichtend werden für den Arbeitgeber aber wenigstens zwei kostenlose „Point-of-Care“-Antigen-Schnelltests oder solche zur Selbstanwendung unter Aufsicht, die den Arbeitnehmern dann zur Verfügung gestellt werden müssen. Der Arbeitgeber muss auch auf Wunsch des Arbeitnehmers eine Bescheinigung über das tagesaktuelle Testergebnis ausstellen, nach einem von der Gesundheitsverwaltung zur Verfügung gestellten Muster.

Nur FFP2-Masken im Einzelhandel und öffentlichen Verkehr

In geschlossenen Räumen besteht künftig grundsätzlich eine FFP2-Maskenpflicht, um einen besseren Infektionsschutz sicherzustellen, heißt es weiter in der verschärften Verordnung.Diese gilt sowohl für die Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel als auch für Einzelhandelsgeschäfte, Krankenhäuser und jegliche öffentlichen Einrichtungen. Außerdem werden die Menschen dringend angehalten, auch bei privaten Zusammenkünften medizinische oder FFP2-Masken zu tragen.

Auch Veranstaltungen mit über fünf Personen nur mit Schnellstest

Weiter heißt es, dass an Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als fünf zeitgleich Anwesenden nur Personen teilnehmen dürfen, die ein negatives Testergebnis haben. Dies gilt für Parteiversammlungen, Versammlungen von Wählergemeinschaften, Betriebsversammlungen oder Sitzungen von Personal oder Betriebsräten. Religionsausübung sowie Demonstrationen und die Tätigkeit von Parlament, Regierung und Rechtspflege bleiben davon unberührt.
Alle Menschen sind zudem dringend angehalten, sich auch vor privaten Treffen in einer der inzwischen stadtweit rund 170 Stellen testen zu lassen oder sich mit sogenannten Selbsttests zu untersuchen, um eine Coronavirus-Infektion auszuschließen. Bisher können sich die Menschen in Berlin an einer der Teststationen einmal pro Woche unentgeltlich auf das Coronavirus testen lassen.
Der Berliner Senat hat die Verschärfung der aktuell geltenden Infektionsschutzverordnung am Samstag beschlossen. In sozialen Netzwerken werfen die Menschen als Reaktion auf die Entscheidung dem Senat vor, keine Testkonzepte für die Schulen und Kitas oder keine Lösungen für die schnellen Impfungen erwähnt zu haben. Während die einen sich unzufrieden mit den neuen Verschärfungen geben, wollen die anderen schon jetzt einen harten Lockdown.
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zum heutigen Tag 9872 Neuinfektionen und 43 neue Todesfälle übermittelt. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7709 Neuinfektionen und 50 neue Todesfälle bekanntgegeben.
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