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Meldungen über Cyber-Angriff auf Bundestag: Auswärtiges Amt zeigt sich besorgt

© SNA / Igor SaremboAuswärtiges Amt
Auswärtiges Amt - SNA, 1920, 29.03.2021
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Das Auswärtige Amt hat sich mit Blick auf die jüngsten Meldungen über einen Hackerangriff auf den Bundestag besorgt gezeigt. Dies erklärte am Montag die Sprecherin Andrea Sasse in Berlin.
„Uns geben sie Anlass zur Sorge“, sagte Sasse bei der Pressekonferenz der Bundesregierung.
„In der Vergangenheit hat es bereits Cyber-Angriffe gegeben. Der jüngste Angriff wird derzeit geprüft“, so Sasse weiter.
Sobald Erkenntnisse vorliegen würden, „werden wir hieraus Schlüsse ziehen und (...) darüber berichten, welche Maßnahmen wir ergreifen“.
Am Freitag hat das Magazin „Spiegel“ berichtet, dass der Bundestag einer Hackerattacke unterzogen worden sei. Dabei sollen die Rechner von mindestens sieben Bundestagsabgeordneten angegriffen worden sein. Das Blatt schreibt dabei: „Der Bundestag ist erneut das Ziel von mutmaßlich russischen Hackern geworden.“
Hacker, Symbolbild  - SNA, 1920, 26.03.2021
Medien: Abgeordnete von „russischen Hackern“ angegriffen
Ein Sprecher des Bundestages sagte später laut DPA, dass es nach den bislang vorliegenden Informationen keinen unmittelbaren Angriff auf die Infrastruktur des Parlaments gegeben habe. „Die Verwaltung des Deutschen Bundestages wurde zeitnah durch die zuständigen Behörden der Regierung über den Sachverhalt informiert. Alle betroffenen Abgeordneten wurden sowohl von den Sicherheitsorganen als auch von der Verwaltung des Deutschen Bundestages über den Angriff und die entsprechenden Maßnahmen in Kenntnis gesetzt.“
In einem Schreiben des Verfassungsschutzes und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an mögliche Ziele der Attacke im Bundestag warnen die beiden Behörden, „dass Ihre dienstliche und/oder private E-Mail-Adresse im Fokus einer gezielten Phishing-Kampagne stehen könnte“.
Weiter heißt es: „Das Bundesamt für Verfassungsschutz geht dabei von einem nachrichtendienstlichen Hintergrund aus.“ Die Daten sollten offenbar anschließend für weitere Aktivitäten genutzt werden, beispielsweise „für den Zugriff auf Ihre Benutzerkonten bei sozialen Netzwerken oder zur Verbreitung von Falschmeldungen“.
Die russischen Behörden hatten westliche Vorwürfe in Bezug auf Cyber-Angriffen sowie Einmischung in innere Angelegenheiten mehrfach zurückgewiesen. Unter anderem verweisen die Diplomaten auf fehlende Beweise gegen Moskau. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte zuvor mehrmals erläutert, dass die russische Regierung selbst oft im Cyberraum angegriffen werde. Moskau erklärte auch, dass es zu einem Dialog über die Cyber-Sicherheit bereit sei.
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